ÜBERSICHT

Der Schlüssel zu einem schönen und gesunden Lächeln während des gesamten Erwachsenenalters ist eine angemessene Mundhygiene. Erwachsene können Karies und Zahnfleischerkrankungen bekommen, die ernsthafte Probleme nach sich ziehen können. Im gesamten Erwachsenenleben ist es maßgeblich, mit Folgendem fortzufahren:

  • Zweimal tägliches Zähneputzen mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta, um Zahnbelag zu entfernen – der klebrige Belag auf Ihren Zähnen ist die Hauptursache für Karies und eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis).
  • Verwenden Sie einmal täglich Zahnseide, um Zahnbelag zwischen Ihren Zähnen und unter dem Zahnfleisch zu entfernen, bevor dieser sich zu Zahnstein verhärten kann. Sobald sich Zahnstein gebildet hat, kann dieser nur noch von einem Dentalhygieniker im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung entfernt werden.
  • Schränken Sie den Konsum von zucker- und stärkehaltigen Lebensmitteln, insbesondere klebrigen Zwischenmahlzeiten, ein. Je öfter Sie zwischen den Mahlzeiten essen, desto mehr Möglichkeiten geben Sie den Bakterien, die Säuren zu bilden, die Ihren Zahnschmelz angreifen.
  • Besuchen Sie regelmäßig den Zahnarzt zur Untersuchung und professionellen Zahnreinigung.

VERSTEHEN

Mit zunehmendem Alter wird es immer wichtiger, sich um die eigene Gesundheit zu kümmern. Dies gilt ganz besonders für die Mundgesundheit, da wir als Erwachsene einem höheren Risiko für Zahnprobleme ausgesetzt sind, als dies im Jugendalter der Fall war. Für Erwachsene ist eine angemessene Zahnpflege unerlässlich. Wenn Sie sich manche Beispiele ansehen, sagen Sie Ihren nächsten Zahnarzttermin besser nicht ab.

Hier sind einige der Erkrankungen, auf die Sie achten müssen und die Sie bei Ihren alljährlichen Untersuchungsterminen mit Ihrem Zahnarzt besprechen sollten:

 

Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates)

Ab 35 Jahren verlieren Patienten mehr Zähne an Parodontitis als an Karies. Wenn Sie bei Ihrer Zahnreinigungsroutine nachlässig geworden sind und Ihre regelmäßige Zahnreinigungen verpasst haben, können sich bakterieller Zahnbelag und Zahnstein auf Ihren Zähnen ansammeln. Werden Zahnbelag und Zahnstein nicht entfernt, kann dies zu irreparablen Schäden an Ihrem Zahnhalteapparat führen. Die Zähne werden locker, und wenn Sie dann nichts unternehmen,  könnten Sie sogar Zähne verlieren. Das Gute ist, dass all dies vermeidbar ist.

 

Mundhöhlenkrebs

Als Mundkrebs bezeichnet man Krebs, der sich an den Lippen (meist Unterlippe), im Mundinnenraum, im hinteren Rachenraum, an den Rachenmandeln oder an den Speicheldrüsen entwickelt. Es handelt sich dabei um den zehnthäufigsten Krebs in Europa. Jedes Jahr kommen in der Europäischen Union ca. 75.000 neue Fälle hinzu. Die Inzidenz ist bei Männern nach wie vor höher als bei Frauen. Die Krankheit ist nach wie vor mit einer äußerst hohen Sterblichkeit verbunden und zählt als  eine der entstellendsten Krankheiten. Der Konsum von Tabak und Alkohol erhöht das Risiko für Mundhöhlenkrebs. Die meisten Mundtumore werden vom Zahnarzt bei einer Routineuntersuchung festgestellt.

 

Kaputtgehen von Zahnfüllungen

Zahnfüllungen haben eine Lebensdauer von acht bis zehn Jahren. Sie können jedoch auch 20 Jahre oder länger halten. Unter insuffizienten  Füllungen, die beispielsweise einen Spalt am Füllungsrand haben, können sich Essensreste und Bakterien ansammeln. Wenn dies geschieht, kann sich zunächst unbemerkt Karies unter der Füllung bilden, die unbehandelt weiter fortschreiten, den Nerv angreifen und unter Umständen eine Wurzelkanalbehandlung erforderlich machen kann. Wenn neben der Füllung auch die Zahnsubstanz zerstört wird,  kann Ihre einzige Option  eine vollständige Krone und eine Wurzelkanalbehandlung sein, um die Form und Funktion des Zahnes wiederherzustellen.

 

Kraniomandibuläre Dysfunktion

Ein ungleichmäßiger Biss und bestimmte Gewohnheiten im Mund, z. B. Zähneknirschen, können zu schmerzhafter kraniomandibulärer Dysfunktion führen. Eine Vielzahl von Faktoren kann zu einer leichten Bissverschiebung führen. Eine Zahnextraktion jedoch kann erhebliche Zahnverschiebungen und Bissveränderungen nach sich ziehen. Im Laufe der Zeit kann das Kiefergelenk in Mitleidenschaft gezogen werden, was Schmerzen und Kieferblockaden nach sich ziehen kann. Dies ist ein Grund, warum Lücken, die nach Zahnextraktionen entstehen, mit Brücken oder Zahnimplantaten geschlossen werden sollen.

Wenn Sie im Schlaf mit den Zähnen knirschen, kann Ihr Zahnarzt eine Beißschiene für Sie anfertigen. Diese entlastet Ihr Kiefergelenk. Außerdem verhindert sie das Zähneknirschen, das im Laufe der Zeit zur Abnutzung der Zähne führen kann.

 

Weibliche Patienten

Die speziellen Anforderungen für die Mundgesundheit verändern sich bei Frauen mit den verschiedenen Lebensphasen. Schwankungen der weiblichen Hormone während der Pubertät, Menstruation, Schwangerschaft und in den Wechseljahren haben einen starken Einfluss darauf, wie das Zahnfleisch auf Zahnbelag reagiert. Daher müssen Frauen in diesen Zeiten besonders sorgfältig beim täglichen Zähneputzen und der Reinigung mit Zahnseide sein, um einer Zahnfleischerkrankung vorzubeugen.

 

Was Sie außerdem wissen sollten:

  • Menstruation
    Manche Frauen berichten über Schwellungen und Blutungen des Zahnfleisches kurz vor der Periode, während andere Frauen Lippenherpes oder Mundgeschwüre bekommen. Diese Symptome verschwinden normalerweise mit Beginn der Periode und Nachlassen der Stressfaktoren.
  • Orale Kontrazeptiva
    Die Gingivitis, eine Entzündung des Zahnfleisches, ist eine der häufigsten Nebenwirkungen von oralen Kontrazeptiva.
  • Schwangerschaft
    Studien zeigen, dass viele Schwangere unter Schwangerschaftsgingivitis leiden, wenn sich immer wieder Zahnbelag bildet und das Zahnfleisch reizt. Zu den Symptomen gehören gerötetes, entzündetes und blutendes Zahnfleisch. Während der Schwangerschaft ist eine angemessene Mundpflege besonders wichtig.
  • Wechseljahre (Menopause)
    Symptome, die bei Frauen während dieser Zeit auftreten, sind gerötetes oder entzündetes Zahnfleisch, Mundschmerzen und Beschwerden, Brennen der Schleimhaut, verändertes Geschmacksempfinden und Mundtrockenheit.
  • Osteoporose  
    Zahlreiche Studien lassen einen Zusammenhang zwischen Osteoporose und Knochenabbau im Kiefer vermuten. Wissenschaftler meinen, dass dies zu Zahnverlust führen könne, da die Knochendichte, die für den Halt der Zähne wichtig ist, abnehmen kann. Zusammen mit einer Erkrankung des Zahnfleisches kann Osteoporose den Abbau von Knochensubstanz um den Zahn herum beschleunigen.

PLANUNG

Bei Erwachsenen sind Vorbeugung gegen Zahnprobleme und Zahnpflege heute ebenso wichtig wie noch vor einigen Jahren. Als Erwachsene sind Sie gegen Zahnprobleme nicht immun. Neben einer angemessenen Zahnpflegeroutine zu Hause sollten Sie unbedingt regelmäßig den Zahnarzt aufsuchen und eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen. Ihr Zahnarzt kann Ihre Mundgesundheit genau überwachen und Probleme beheben, bevor sie sich verschlimmern. Merken Sie sich das alte, weise Sprichwort: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Ihnen steht auch eine Vielzahl kosmetischer Optionen zur Verfügung, z. B. eine kieferorthopädische Behandlung (Zahnspange), eine Zahnaufhellung (sowohl in der Praxis als auch zu Hause) und Bonding (Veneers). Besprechen Sie die verschiedenen Verfahren mit Ihrem Zahnarzt, um zu sehen, welches für Sie am besten geeignet ist.

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