LIPPEN-KIEFER-GAUMENSPALTE

ÜBERSICHT

Eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte ist eine angeborene Fehlbildung, die auftritt, wenn die Entwicklung des Embryos gestört wird und sich das Gesicht des ungeborenen Kindes nicht vollständig ausbilden kann. Bei einer Spaltbildung an der Lippe handelt es sich um eine geteilte Oberlippe. Dabei wächst das Lippengewebe in der vierten bis siebten Schwangerschaftswoche nicht zusammen. Die Ursache der orofazialen Spalte ist normalerweise nicht bekannt – allerdings wird eine Kombination aus genetischen und anderen Risikofaktoren, wie hormonelle Ungleichgewichte, Nährstoffmängel und bestimmte Medikamente während der Schwangerschaft, als Ursache vermutet.

Eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte entsteht, wenn das Gewebe, aus dem der Gaumen besteht, während der sechsten bis neunten Woche der Schwangerschaft nicht zusammenwächst. Bei einem Baby können sowohl der vordere als auch der hintere Teil des Gaumens ganz oder auch nur in einem Bereich gespalten sein. Eine Gaumenspalte ist eine schwerwiegendere Fehlbildung als eine Lippenspalte; beide können nur operativ korrigiert werden.

Weitere Risikofaktoren für eine orofaziale Spalte bei einem Baby sind laut CDC Rauchen, Diabetes und bestimmte Medikamente zur Behandlung von Epilepsie im ersten Trimenon.

Probleme im Mundbereich, die infolge einer Lippen- oder Gaumenspalte entstehen, können sowohl das Milch- als auch das bleibende Gebiss betreffen – zum Beispiel Stellung, Größe, Form und Anzahl der Zähne.  Eine Spalte kann zwischen den Eck- und den seitlichen Schneidezähnen auftreten.