DEFINITION

Weisheitszähne sind die dritten und letzten Molaren bzw. Backenzähne auf jeder Seite des Ober- und Unterkiefers. Bei ihnen handelt es sich um die letzten Zähne, die durchbrechen – normalerweise wachsen sie in der späten Jugend oder mit Anfang zwanzig.

URSACHE UND SYMPTOME

Da die Weisheitszähne die letzten bleibenden Zähne sind, ist für sie oft nicht genügend Platz im Mund vorhanden. Das kann dazu führen, dass sie nur teilweise durchbrechen oder schief wachsen. Während retinierte (nicht oder nur teilweise durchgebrochene) oder verlagerte (am falschen Platz oder in die falsche Richtung durchbrechende) Weisheitszähne durch den Druck auf die vorderen Weisheitszähne oder durch entzündliche Schleimhautveränderungen Beschwerden verursachen können, sind  impaktierte (vollständig im Knochen eingebettete) Weisheitszähne in der Regel symptomlos. Da vor dem 21. Lebensjahr die Zahnwurzeln der letzten Backenzähne noch weniger stark entwickelt sind, ist es ratsam, sich zwischen dem 16. und 19. Lebensjahr die Weisheitszähne untersuchen zu lassen, um zu entscheiden, ob sie entfernt werden müssen.

DIAGNOSE

Eine Zahnextraktion ist ein relativ routinemäßiger Eingriff. Ihr Zahnarzt empfiehlt in der Regel  eine örtliche Betäubung, wenn die Zähne durchgebrochen sind. Bei retinierten verlagerten oder impaktierten Weisheitszähnen, oder aber auch bei besonders ängstlichen Patienten kann unter Umständen eine, intravenöse Sedierung oder sogar Vollnarkose nötig sein. In solchen Fällen findet die Behandlung häufig bei einem Kieferchirurgen statt.

BEHANDLUNG

Wenn die Weisheitszähne durchgebrochen sind, können sie meistens mithilfe eines Hebels und einer Zange gezogen werden. Nach der Operation werden Sie möglicherweise gebeten, 30 bis 45 Minuten lang vorsichtig auf ein Stück Verbandmull zu beißen, wenn Sie die Praxis verlassen haben, um etwa auftretende Blutungen zu stillen.

Sind die Weisheitszähne impaktiert, also vollständig im Knochen eingebettet, macht der Kieferchirurg zunächst einen Einschnitt im Zahnfleisch und trägt dann vorsichtig mit einem speziellen Bohrer den Knochen ab, um den Zahn freizulegen. Anschließend entfernt er den Zahn entweder in Stücken oder im Ganzen. Es können Schmerzen und Schwellung auftreten, die aber normalerweise nach wenigen Tagen vorbeigehen; Sie sollten sich jedoch an Ihren Zahnarzt oder Kieferchirurgen wenden, wenn Sie über längere Zeit starke Schmerzen, Schwellung, Blutungen oder Fieber haben.

Die Entfernung der Weisheitszähne aufgrund einer Engstellung oder Impaktion sollte keine Auswirkungen auf Ihren Biss und Ihre Mundgesundheit in der Zukunft haben.

Nach der Operation kommt es oft zu Schwellungen und Schmerzen im Gesicht und Hals sowie zu blauen Flecken. Vom Zahnarzt oder Kieferchirurgen verschriebene Eisbeutel und Schmerzmittel schaffen Abhilfe. Falls Sie jedoch Fragen haben oder sich Sorgen machen, wenden Sie sich an Ihren behandelnden Zahnarzt bzw. Kieferchirurgen.

KOMPLIKATIONEN

Nach einer Zahnextraktion formt sich im Zahnfach ein Blutgerinnsel und versiegelt den Bereich, damit er heilen kann. Zu einer trockenen Alveole kommt es in den ersten fünf Tagen nach der Extraktion, wenn sich das Blutgerinnsel auflöst oder löst und dadurch der Knochen und die Nerven des Zahnes freigelegt werden. Eine trockene Alveole tritt nur bei 2 bis 5 % der Patienten auf.  

Trockene Alveolen sind sehr schmerzhaft! In der Regel spült der Zahnarzt das Zahnfach aus, entfernt eventuelle Rückstände und bringt eine arzneimittelhaltige Kompresse ein, um den Bereich zu schützen und die Schmerzen zu lindern. Möglicherweise erhalten Sie auch ein Antibiotikum, um Entzündungen zu verhindern, sowie Schmerzmittel. Bei richtiger Behandlung und Ruhe heilen trockene Alveolen in der Regel in sieben bis zehn Tagen aus.

ÄHNLICHE ERKRANKUNGEN

Perikoronitis ist eine Entzündung der Weichgewebe, die die Krone eines teilweise durchgebrochenen Zahnes umgeben. In diesem Fall wird die Kaufläche des Zahnes nur zum Teil vom Zahnfleisch verdeckt.  Essensreste oder Zahnbelag können sich unter dem Zahnfleischlappen ansammeln. Falls sich der Bereich entzündet, wird dies als Perikoronitis bezeichnet. Dabei schwillt das Zahnfleischgewebe an und rötet sich.

Zu den Symptomen gehören Mundgeruch und ein schlechter Geschmack im Mund, Austritt von Eiter aus der Zahnfleischtasche nahe dem Zahn, geschwollene Lymphknoten unter dem Kinn, Muskelspasmen im Kiefer und eine Schwellung der betroffenen Gesichtshälfte.  Sie können Abhilfe schaffen, indem Sie den Bereich mit warmem Salzwasser spülen und sicherstellen, dass die Essensreste entfernt werden. Möglicherweise brauchen Sie ein Antibiotikum und einen chirurgischen Eingriff, um dieses Problem zu behandeln.

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