Wenn Xerostomie Während Der Brustkrebstherapie Auftritt

Wenn Xerostomie während der Brustkrebstherapie auftritt

Der Brustkrebs-Bewusstseins-Monat ist mehr als ein Gefühl des Verstehens; Ihm kommt genauso viel Bedeutung zu, wie der Konzentration auf die Behandlung. Chemotherapie und Strahlentherapie sind medizinische Wunder der Moderne, doch auch wenn diese Therapien Leben retten, fordern sie von Patienten oft einen hohen Tribut. Xerostomie, besser bekannt als "Mundtrockenheit", mag relativ harmlos klingen, kann sich jedoch negativ auf die Mundgesundheit von Patienten auswirken. Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten zur Prävention und Pflege.

Wie wahrscheinlich ist das Auftreten von Mundtrockenheit?

In den meisten Fällen sollte die Strahlentherapie die Mundschleimhaut nicht beeinträchtigen, solange ein ausreichender Schutz zur Vermeidung von Komplikationen in der Mundhöhle vorhanden ist. Dennoch hängt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient an Mundtrockenheit leidet - und wie schwerwiegend der Fall sein kann - von der Zahngesundheit des Patienten vor der Behandlung ab. Ein Patient mit einer Parodontalerkranung oder stark ausgeprägter Karies entwickelt nach der Behandlung eher Probleme. Je schlechter die Mundgesundheit eines Patienten ist - sowohl in Bezug auf das Zahnfleisch als auch auf Karies - desto wahrscheinlicher ist das Auftreten von Problemen wie Mundtrockenheit nach Beginn der Behandlung.

HäufigeKomplikationen

Ein trockener Mund kann während oder direkt nach der Therapie auftreten. Mundtrockenheit kann als Nebenwirkung oder nach einer Bestrahlung auftreten. Diese wird laut zwp online auch als akute Xerostomie bezeichnet. Nach einer Strahlentherapie kann Mundtrockenheit laut Thieme Connect als irreversibles Spätsymptom zurückbleiben. Dies wird auch als "späte Xerostomie" bezeichnet. Wenn Sie nach Angaben des Krebsinformationsdienstes Stammzellen oder Knochenmark erhalten haben, auf die Ihr Körper nicht gut anspricht, kann dies zur sogenannten Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion führen. Laut Uniklinik Ulm kann Mundtrockenheit nicht nur durch eine Strahlentherapie, sondern auch durch eine Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion hervorgerufen werden.

Was trägt zur Verschlimmerung bei?

Mundtrockenheit kann auch durch andere Medikamente verstärkt werden, die als Nebenwirkung der Krebstherapie eine Xerostomie verursachen. Die Chemotherapie kann eine Verdickung des Speichels zur Folge haben, dessen reinigende Wirkung verringern und zu einem Trockenheitsgefühl in der Mundhöhle führen. Es gibt viele Medikamente, die von sich aus Mundtrockenheit verursachen. Wenn Sie mit der Brustkrebsbehandlung beginnen, kann sich dieser Effekt möglicherweise verschlimmern.

Was Sie zuerst tun sollten

Gehen Sie zum Zahnarzt, bevor eine Chemotherapie oder Strahlentherapie durchgeführt wird, und informieren Sie ihn über die bevorstehende Behandlung. Bei Brustkrebs ist es äußerst wichtig, sich einer zahnärztlichen Voruntersuchung zu unterziehen. Dazu gehört, dass Ihre Zähne gründlich von Plaque und Zahnstein befreit werden. Während und nach der Krebstherapie können bestimmte zahnärztliche Behandlungen in der Regel für einen längeren Zeitraum nicht durchgeführt werden. Alle fortgeschrittenen Zahnprobleme sollten daher vor der Krebsbehandlung behoben werden.

Sie können letztendlich dazu beitragen, die Symptome der Xerostomie zu Hause zu lindern, indem Sie eine gute Mundhygiene praktizieren. Diese sollte regelmäßiges Zähneputzen und die Verwendung von Zahnseide umfassen, damit Komplikationen durch Mundtrockenheit weitestgehend vermieden werden können.

Wenn Sie vor der Krebsbehandlung Ihre Zähne fachmännisch untersuchen lassen, eine gründliche Mundhygiene praktizieren und über die weiter oben beschriebenen Medikamente informiert sind, können Sie sich sicher sein, dass Sie die oralen Nebenwirkungen einer Brustkrebsbehandlung abmildern können und Ihre Mundgesundheit nach dieser schwierigen Zeit in optimalem Zustand sein wird.

Dieser Artikel soll das Verständnis und das Wissen über allgemeine Mundgesundheit fördern. Er dient nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich immer an Ihren Zahnarzt oder einen anderen qualifizierten Arzt, wenn Sie Fragen zu einer Erkrankung oder Behandlung haben.

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