DEFINITION

Bruxismus ist die Bezeichnung für Zähneknirschen- bzw. -zusammenpressen. Hierbei handelt es sich um ein sehr häufiges Phänomen, von dem in den USA ca. 30 bis 40 Millionen Kinder und Erwachsene betroffen sind.

ANZEICHEN UND SYMPTOME

Falls Sie eines oder mehrere der folgenden Symptome bei sich feststellen, leiden Sie möglicherweise an Bruxismus:

  • Rhythmisches Zusammenziehen der Kiefermuskeln

  • Ein Knirschgeräusch in der Nacht, das den Schlaf einer anderen Person, die sich mit Ihnen ein Schlafzimmer teilt, stören könnte

  • Ihre Kiefermuskeln sind angespannt oder schmerzen

  • Knacken oder Klicken des Kiefergelenks

  • Anhaltende Schmerzen im Gesicht

  • Beschädigte Zähne, durchgebrochene Füllungen und beschädigtes Zahnfleisch

  • Kopfschmerzen

  • (Gelegentliche) Schwellung an der Seite des Unterkiefers infolge des Zusammenpressens

URSACHE

Für manche Experten ist Zähneknirschen eine Angewohnheit, für andere ist es auf einen der folgenden Aspekte zurückzuführen:

  • Stress, Sorgen, Frust und Ärger
  • Malokklusion bzw. eine Störung des Zusammenbisses
  • Ein Symptom bestimmter seltener Erkrankungen der Nerven und Muskeln im Gesicht
  • In seltenen Fällen handelt es sich hierbei um eine Nebenwirkung einiger Medikamente zur Behandlung von Depressionen. Dazu gehören Prozac (Fluoxetin), Zoloft (Sertralin) und Paxil (Paroxetin)
  • Eine Komplikation von Chorea Huntington oder der Parkinson-Krankheit

DIAGNOSE

Die Betroffenen sind sich u. U. gar nicht bewusst, dass sie mit den Zähnen knirschen, weil dies in der Regel im Schlaf geschieht. Zähneknirschen kann die Mundgesundheit erheblich beeinträchtigen und so z. B. zur Abnutzung der Zähne/Kauflächen oder zu Kiefergelenksstörung führen. Wenn Sie glauben, an Bruxismus zu leiden, sollten Sie sich unbedingt an Ihren Zahnarzt wenden.

VORBEUGUNG

Falls Ihr Zähneknirschen auf Stress zurückzuführen ist, könnten eine Therapie und Entspannungsübungen helfen. Außerdem sollten Sie den Konsum stimulierender Substanzen, z. B. Tabak und Koffein, einschränken.

BEHANDLUNG

Die einfachste Abhilfe ist eine professionell gefertigte Aufbissschiene, die verhindert, dass die Zähne im Schlaf aneinanderreiben können. Außerdem muss ihr Zahnarzt beschädigte Zähne möglicherweise mit Füllungen oder Kronen wiederherstellen, um Form und Größe Ihrer Zähne zu erhalten.  

Bei Personen, die tagsüber mit den Zähnen knirschen, könnte Biofeedback helfen. Dabei wird anhand von elektronischen Instrumenten die Muskelaktivität gemessen, und die Betroffenen können lernen, wie sie diese reduzieren, wenn die Beißkraft zu viel für sie wird. Darüber hinaus ist Hypnose als Abhilfe für Personen untersucht worden, die unter nächtlichem Zähneknirschen leiden

ÄHNLICHE ERKRANKUNGEN

Bei Personen, die stark mit den Zähnen knirschen, können sich Zähne und Füllungen abnutzen, und durch das Mahlen oder Zusammenpressen der Zähne kann sich auch der Zahnschmelz abtragen, was eine erhöhte Zahnempfindlichkeit zur Folge hat. Aufgrund von starkem Zähneknirschen gab es bereits:

  • einige Fälle schwerer Kieferfunktionsstörungen, auch kraniomandibuläre Dysfunktion genannt

  • Kopfschmerzen

  • ungeklärte Gesichtsschmerzen

  • Schmerzen beim Essen, Kauen/Beißen oder Sprechen