Wie pflege ich meine Zähne während der Coronavirus-Pandemie?

Wir haben alle die neuesten Nachrichten rund um COVID-19 und die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, unsere Nachbarschaft und unsere Familien verfolgt. Wir haben Verständnis dafür, dass dies eine stressige Zeit ist. Möglicherweise können Sie nicht zu routinemäßigen Zahnreinigungen, Füllungs- oder Kronenbehandlungen wie gewohnt Ihren Zahnarzt aufsuchen. Zur Beseitigung von Unklarheiten und damit Sie zuverlässige Antworten erhalten, haben wir hier eine Liste häufig gestellter Fragen zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen sollen, Ihre Mundgesundheit in dieser Zeit im Griff zu behalten.

 

Häufig gestellte Fragen

 

Kann eine sorgfältige Mundhygiene vor COVID-19 schützen?

Auch wenn COVID-19 und die Ausbreitung des Virus immer noch erforscht werden, gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass eine COVID-19-Erkrankung durch sorgfältige Mundhygienemaßnahmen verhindert werden kann. Wir wissen jedoch, dass eine sorgfältige Mundhygiene Zahnerkrankungen, wie Karies und Parodontitis vorbeugen kann und gute Mundgesundheitsgewohnheiten sich positiv auf Ihre allgemeine Gesundheit auswirken können.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass virale Atemwegserkrankungen, wie COVID-19 in der Nasenhöhle und im Hals ihren Anfang nehmen und sich von dort weiter ausbreiten. Das Berühren der Augen kann ebenfalls ein Übertragungsweg sein. Eine sorgfältige Mundhygiene hat an diesen Stellen keinen Einfluss.

Das CDC hat einige Empfehlungen ausgesprochen, wie Sie sich und andere vor COVID-19 schützen können. Die Empfehlungen beinhalten jedoch keine Mundhygienemaßnahmen zum Schutz vor einer Erkrankung. Wenn Sie und Ihre Familie zu Hause bleiben, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, bringen Sie Ihren Kindern zusätzlich zu den vom CDC empfohlenen Maßnahmen gute Mundpflegegewohnheiten bei.

 

Was unternehmen Zahnärzte zum Schutz vor COVID-19?

Die CDC empfiehlt, dass "zahnärztliche Einrichtungen Wahleingriffe, Operationen und nicht dringende Zahnarztbesuche verschieben sollten und dringende bzw. Notfalltermine und -eingriffe zur Zeit und in den kommenden Wochen priorisieren sollten". Verhindern Sie während dieser Zeit die Ausbreitung der Pandemie, schützen Sie das Personal und halten Sie stets persönliche Schutzausrüstung (PSA) bereit. Die American Dental Association (ADA) empfiehlt Zahnärzten, bei der Entscheidung, ob ein Patient ein Notfallpatient ist oder dringend versorgt werden muss, ihr persönliches Urteilsvermögen zu nutzen.

 

Kann Zink COVID-19-Viren abtöten?

Nein, Zink kann COVID-19-Viren nicht abtöten. Beginnen wir mit den Grundlagen: Zink ist ein essentielles Mineral, das für seine antibakteriellen Eigenschaften bekannt ist und eine entscheidende Rolle in unserem Körper spielt, einschließlich der Förderung eines gesunden Immunsystems. Außerdem ist Zink natürlich in unserem Mund vorhanden und der Zinkgehalt in Zahnpasta absolut unbedenklich.

Die Verwendung von Zink zur Abtötung von COVID-19-Viren oder zur Vorbeugung einer entsprechenden Viruserkrankung wurde jedoch bisher nicht untersucht oder validiert. Der beste Weg, sich vor COVID-19 zu schützen, besteht darin, die CDC-Richtlinien zu befolgen und auf "soziale Distanz" zu gehen.

 

Soll ich während der COVID-19-Pandemie zum Zahnarzt gehen?

Nein. Gehen Sie nur dann zum Zahnarzt, wenn es sich um einen Notfall handelt. Sie benötigen Zahnpflegetipps zu Zeiten des Coronavirus? Rufen Sie Ihren Zahnarzt an und lassen Sie ihn beurteilen, ob Ihr Zahnproblem in die Kategorie "dringlich" oder "Notfall" fällt. Selbst wenn die Praxis Ihres Zahnarztes geschlossen ist, finden Sie möglicherweise eine Notrufnummer oder Kontaktanweisungen auf seinem Anrufbeantworter. Nachfolgend finden Sie einige Tipps zum Umgang mit nicht notfallmäßigen Zahnproblemen, die Ihnen dabei helfen, Ihre Zahngesundheit während der Corona-Pandemie im Griff zu behalten.

 

Behandlung nicht-notfallmäßiger Zahnprobleme

  • Beschädigte Zahnspange

    Brackets und Drähte von Zahnspangen sind zerbrechlich und können aus einer Reihe von Gründen brechen. Gebrochene Drähte und Brackets können sich scharfkantig und unangenehm anfühlen, stellen jedoch normalerweise keinen Notfall dar. Wenden Sie sich an Ihren Kieferorthopäden oder Zahnarzt. Er kann Ihnen Tipps zur Behandlung zuhause geben. Zum Beispiel kann er Ihnen erklären, was Sie zuhause bei einem gebrochenen Zahnspangendraht tun können.

  • Mundtrockenheit (Xerostomie)

    Über 600 Medikamente wie Diuretika und Antihistaminika, Mangelernährung oder natürliche hormonelle Veränderungen können zu Mundtrockenheit führen. Halten Sie Ihren Mund feucht, indem Sie viel Wasser trinken und zuckerfreien Kaugummi kauen. Die Verwendung eines Speichelersatzmittels kann ebenfalls Linderung bei Mundtrockenheit verschaffen und dabei helfen, Ihren Mund gesund zu halten.

  • Wundstellen im Mund

    Das Trinken einer übermäßigen Menge saurer Getränke, wie kohlensäurehaltiger Getränke, zu starkes Putzen der Zunge und die übermäßige Verwendung von Mundwasser können die Mundschleimhaut reizen. Versuchen Sie, weniger säurehaltige Getränke zu konsumieren. Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt über Ihre Mundhygienegewohnheiten und wie Sie Reizungen der Mundschleimhaut vermeiden können.

  • Zahnfleischbluten

    Ihre tägliche Mundhygieneroutine sollte zweimal tägliches Zähneputzen und mindestens einmal den Gebrauch von Zahnseide umfassen. Wenn Ihr Zahnfleisch während der Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide blutet, kann dies ein Zeichen für eine Entzündung, eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) oder andere Zahnfleischerkrankungen (Parodontitis) sein. Hier kann eine Mundspülung zur Reduktion von Bakterien helfen. Wenn Ihr Zahnfleisch gereizt ist, können Sie Ihren Mund auch mit warmem Salzwasser ausspülen. Wenn Sie Schmerzen haben oder die Blutung anhält, wenden Sie sich bitte an Ihren Zahnarzt.

  • Gingivitis

    Zahnfleischbluten ist eines der Schlüsselsymptome einer Gingivitis. Die gute Nachricht ist, dass Gingivitis normalerweise mithilfe einer guten Mundhygieneroutine reversibel ist. Die Behandlung einer Gingivitis (ein frühes Stadium der Parodontitis) ist sehr einfach: Zähneputzen, Zahnseide verwenden, regelmäßige Kontolluntersuchungen beim Zahnarzt und professionelle Zahnreinigungen. Die zusätzliche Verwendung einer Mundspülung zu den richtigen Zahnputz- und Zahnseidegewohnheiten kann auch wirksam zu Verringerung von Zahnfleischentzündungen beitragen. Fragen Sie Ihren Zahnarzt nach weiteren Informationen, wenn Sie Ihre regelmäßigen Kontrolltermine und Zahnreinigungen wahrnehmen können.

  • Plaquebildung

    Plaque ist eine Bakterienschicht, die im Mund lebt und an den Zähnen haftet. Einige der Bakterien können Karies hervorrufen, während andere Zahnfleischerkrankungen verursachen. Um die Bildung von Plaque zu verhindern, verwenden Sie regelmäßig Zahnseide, um Keime und Speisereste aus den Zahnzwischenräumen zu entfernen. Mundwasser Plaquebildung ébenfalls wirksam reduzieren. Putzen Sie Ihre Zähne 2 Minuten lang zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta und vergessen Sie nicht, Ihre Zunge zu putzen!

    Wenn Sie sich Sorgen über Plaquebildung machen, aber nicht zum Zahnarzt gehen können, können Sie Zahnfärbetabletten kaufen, die die Stellen, an denen sich Plaque auf Ihren Zähnen und Ihrem Zahnfleisch befindet, sichtbar machen. So können Sie überprüfen, ob Ihre Zahnputztechnik die gewünschten Ergebnisse bringt.

Was ist ein zahnärztlicher Notfall?

Laut ADA ist ein zahnärztlicher Notfall ein potenziell lebensbedrohlicher Notfall, der eine sofortige Behandlung erfordert, zum Beispiel bei:

  • unkontrollierten Blutungen
  • bakteriellen Infektionen, die die Atemwege des Patienten beeinträchtigen könnten
  • Traumata der Gesichtsknochen, die die Atemwege des Patienten blockieren können

Zu dringenden zahnmedizinischen Notfällen zählen Zustände, die sofortige Aufmerksamkeit zur Linderung von Schmerzen oder zur Verringerung des Infektionsrisikos erfordern. Die ADA empfiehlt, dass Zahnärzte ihr professionelles Urteilsvermögen einsetzen sollten, um den Bedarf eines Patienten an dringender oder Notfallversorgung einzuschätzen.

Wir wissen, dass unterschiedliche Reaktionen von Bund, Ländern und Gemeinden auf die anhaltende COVID-19-Pandemie dazu führen können, dass Menschen sich nicht sicher sind, was als dringender zahnmedizinischer Notfall zu bewerten ist. In einigen Fällen sollten Sie sich deshalb sofort an Ihren Zahnarzt wenden:

  • Wenn ein großes Stück eines Zahns oder der gesamte Zahn fehlt
  • Bei Anzeichen für Nervenschäden wie Taubheitsgefühlen
  • Wenn Sie Symptome eines Abszesses oder einer Infektion (Schmerzen, Schwellung, Berührungsempfindlichkeit und Rötung) bei sich feststellen.
  • Bei Verdacht auf einen Kieferbruch
  • Wenn bei Ihnen gerade eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt wurde und Sie sich wegen der Stärke Ihrer Schmerzen Sorgen machen

 

Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps weiterhelfen und Sie in dieser Zeit bestmöglich für sich selbst und andere sorgen können.