Die Vorteile einer Zahnversiegelung bei Kindern

In den vergangenen 20 Jahren ist das Bewusstsein um die Bedeutung einer Zahnversiegelung gestiegen. Und doch müssen sich viele Eltern, deren Zähne in ihrer Jugend nicht versiegelt wurden, erst mit dem Verfahren vertraut machen, bevor sie es bei ihren eigenen Kindern durchführen lassen. Ein Kinderzahnarzt oder -dentalhygieniker kann spezifische Fragen zur Zahnversiegelung beantworten und Ihnen grundlegende Informationen über Sinn und Zweck sowie die Schutzwirkung für die Zähne geben. So können Sie eine wohlüberlegte Entscheidung treffen.

Was ist eine Zahnversiegelung?

Eine Zahnversiegelung ist eine schützende Barriere, die auf die Zähne der Kinder aufgebracht wird, um die Ablagerung von Essensresten und Bakterien, die Karies verursachen können, zu vermeiden. Eine Versiegelung sorgt neben einer umfassenden Zahnpflege, zu der sorgfältiges Zähneputzen, die Verwendung von Zahnseide, Fluoridbehandlungen sowie eine gesunde Ernährung gehören, für eine dauerhafte Zahngesundheit. Während das Zähneputzen und die Verwendung von Zahnseide die Basis einer guten Zahnhygiene bilden, kann eine Zahnversiegelung bei Zähnen mit Fissuren und Grübchen für zusätzlichen Kariesschutz sorgen.

Welche Zähne sollten wann behandelt werden?

Die Zahl der zu versiegelnden Zähne hängt von der Neigung Ihres Kindes zu Zahnkaries ab. Um den größtmöglichen Schutz zu gewährleisten, sollte die Zahnversiegelung so bald wie möglich nach dem Durchbrechen der Zähne erfolgen. Dies ist bei den meisten Kindern um den 6. Geburtstag herum der Fall.

Wer trägt die Zahnversiegelung auf?

Eine Zahnversiegelung wird während des Zahnarztbesuchs von einer zahnärztlichen Fachkraft (Dentalhygieniker, Zahnarzt) aufgebracht. Vor der Anwendung muss der Zahn gründlich gereinigt und untersucht werden. Der Zahn wird getrocknet, dann wird das Versiegelungsmaterial auf den Zahn aufgetragen, abgespült und getrocknet. Als nächstes wird das Versiegelungsmaterial auf die Kaufläche des Zahnes aufgetragen und mit einem speziellen Licht auf der Zahnoberfläche gehärtet. Das Verfahren dauert normalerweise nicht lange und ist schmerzfrei. Dabei muss das Kind jedoch still halten.

 

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Wie ein Verfahren zur VERSIEGELUNG abläuft

Das Aufbringen einer Versiegelung ist in der Regel schmerzlos und erfordert kein Bohren oder betäubende Maßnahmen.

  1. Zahnpräparation Zunächst wird die Oberfläche des Zahnes gründlich gesäubert, um Zahnbelag und Essensreste aus den Grübchen und Fissuren zu entfernen. Danach wird der Zahn isoliert,  getrocknet und mit einem Ätzmittel vorbehandelt. Nach kurzer Einwirkzeit wird das Säuregel gründlich abgespült und der Zahn erneut trockengelegt.
  2. Die Versiegelung –Das Versiegelungsmaterial wird mit einem Pinsel auf den Zahn aufgetragen und mithilfe eines speziellen Lichts  für etwa 30 Sekunden ausgehärtet. 
  3. Evaluierung – Zuletzt überprüft der Zahnarzt den Biss, gegebenenfalls gleicht er Störkontakte oder kleine Unebenheiten durch eine Politur aus. Sobald die Zahnversiegelung hart geworden ist, wird sie zu einer harten Kunststoffbeschichtung, und Sie können auf dem Zahn wieder kauen.