Sedierung und Anästhesie beim Zahnarzt: Was ist der Unterschied?

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Wenn ein zahnärztlicher Eingriff ansteht, hat möglicherweise ein Teil in Ihnen Angst. Das ist völlig normal. Laut Rhein Zahnärzte Bonn fühlen sich etwa drei Viertel der Bevölkerung beim Zahnarzt unwohl, jeder Fünfte hat starke Angstgefühle, und bei fünf Prozent ist die Angst so groß, dass eine regelrechte Zahnarztphobie entsteht und die Betroffenen gar nicht mehr zum Zahnarzt gehen.

Vielleicht beruhigt es Sie, zu wissen, dass Sie mit Ihrer Angst nicht allein sind und dass es eine Vielzahl an Techniken gibt, die bei einer Zahnarztphobie helfen, darunter auch die Sedierung und die Anästhesie. Erfahren Sie mehr über die Unterschiede zwischen Sedierung und Anästhesie und warum Ihr Zahnarzt bei Ihrem nächsten zahnärztlichen Eingriff möglicherweise eine der beiden Methoden empfiehlt.

Sedierung vs. Anästhesie

Sowohl die Sedierung als auch die Vollnarkose werden verwendet, um Zahnbehandlungen für Patienten angenehmer zu gestalten. Eine Sedierung oder Dämmerschlafnarkose helfen Angstpatienten, Zahnbehandlungen stressfrei, sicher und schmerzfrei zu überstehen, so die Zahnarztpraxis Dr. Nauen. Beide Methoden können Sie schläfrig machen, Ihre Koordination einschränken und Ihre Fähigkeit beeinträchtigen, sich an den Eingriff zu erinnern. Deshalb sollten Sie sich immer zu einem Eingriff in die Zahnarztpraxis begleiten lassen, wenn dieser mit Sedierung oder Anästhesie erfolgt. Trotz ihrer Ähnlichkeiten sind Sedierung und Anästhesie nicht dasselbe.

Laut Zahnarzt Dr. Koerppen fühlen Sie sich bei einer Sedierung entspannt und verfallen in einen leichten Schlaf. Oft bezeichnet Ihr Zahnarzt dies als Sedierung bei erhaltenem Bewusstsein, weil Sie wach sind, obwohl Sie sich in einem Zustand reduzierter Wachsamkeit befinden. Sie werden in der Lage sein, selbstständig zu atmen und auf verbale oder physische Hinweise zu reagieren. Bei der Lachgassedierung wird Stickoxid durch eine Nasenmaske eingeatmet. Das Sedativum kann jedoch auch oral in Tablettenform oder für Kinder in Form von Sirup verabreicht oder intravenös injiziert werden, so Dr. Desmyttère.

Bei der Vollnarkose "verschlafen" Patienten den Eingriff und da das Erinnerungsvermögen durch die Narkose ausgeschaltet wird, bleibt anschließend auch keine Erinnerung zurück, so das Zahnarztzentrum Rheine. Laut MKG Herne führt der Narkosearzt nach intravenöser Einleitung der Narkose über Mund oder Nase einen Beatmungsschlauch (Tubus) in die Luftröhre ein. Eine zahnärztliche Vollnarkose wird üblicherweise nur in Praxisräumen durchgeführt, die bestimmte Anforderungen an Sicherheitsstandards und Ausstattung erfüllen, so Dr. Anne Lauenstein bei zmk online.

Für wen ist welche Narkoseart geeignet?

Bevor Sie zwischen Sedierung und Anästhesie wählen, wird Ihr Zahnarzt Sie über Ihre Möglichkeiten informieren und eine Empfehlung aussprechen. Laut zpk Herne reicht eine lokale Betäubung für die Entfernung von Weisheitszähnen in der Regel aus – selbst dann, wenn alle vier Weisheitszähne zugleich gezogen werden.

Viele Zahnärzte empfehlen Ihren Patienten bei aufwendigeren Weisheitszahn-Entfernungen oder Zahnarztangst die Vollnarkose oder eine Sedierung. Bei Implantationen kommt laut ECDI auch eine Narkose im Dämmerschlaf, eine Lachgassedierung und bei bestimmten Indikationen eine Vollnarkose zum Einsatz.

Lachgas ist laut Dr. Kirch besonders geeignet für Patienten mit Koronarer Herzkrankheit, Asthma, Epilepsie, Angina Pectoris, Herzinfarkt etc. da durch Lachgas eine stressreduzierende Entspannung erreicht wird, die durch die Verminderung der Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin, die o.g. Probleme erst gar nicht auslöst. Darüber hinaus können geistig behinderte Patienten und Kinder über einem Jahr eine bewusste Sedierung erhalten, ebenso wie jeder Patient, der nicht auf eine Lokalanästhesie anspricht, mit der ein bestimmter Bereich des Mundes betäubt wird.

Eine Vollnarkose kann grundsätzlich bei Patienten mit speziellen körperlichen Behinderungen, geistigen Behinderungen oder bei kleinen Kindern mit umfangreichem Behandlungsbedarf indiziert sein, so Dres. Ansari und Bohling. Laut Optident kann die Sedierung bei Patienten mit starkem Würgereflex die Behandlung angenehmer gestalten und die Vollnarkose bei Patienten, die durch mangelnde Kontrolle über ihre Mundmuskulatur ihren Mund nicht öffnen oder offen halten können, hilfreich sein.

Risiken

Während Sedierung und Anästhesie als sehr sicher gelten, birgt jeder medizinische Eingriff bestimmte Risiken.

Vergrößerte Mandeln bei Kindern erhöhen die Gefahr von Komplikationen bei Lachgassedierungen aufgrund von Atemwegsproblemen, so Frank G. Mathers, Autor des Lehrbuchs der Lachgassedierung. Darüber hinaus können bei Patienten Arrhythmien auftreten oder es kann passieren, dass Patienten während des Eingriffs das Bewusstsein verlieren und die Narkose tiefer wird. Laut Dr. Christian Rasche, MKG Herne gehören Herzinfarkt und Schlaganfall zu den äußerst seltenen und unerwünschten Komplikationen einer Vollnarkose.

Ihr Zahnarzt und sein Team sind speziell darin ausgebildet, Ihre Vitalwerte während des gesamten Eingriffs zu überwachen und Ihre individuellen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Sie können jedoch unterstützend dazu beitragen, indem Sie Ihren Zahnarzt vor dem Eingriff wichtige Informationen zu Ihrer Krankengeschichte geben. Darüber hinaus rät Ihr Zahnarzt Ihnen möglicherweise, den Konsum von Nahrungsmitteln oder Getränken einige Stunden vor dem Eingriff einzuschränken, um bestimmte Risiken zu minimieren. Unabhängig davon, ob eine Sedierung oder eine Vollnarkose empfohlen wird, sollten Sie Ihrem Zahnarzt auf jeden Fall alle Fragen stellen, die Sie möglicherweise vor dem Eingriff haben und seien Sie versichert, dass Ihre Sicherheit immer Priorität hat.

Dieser Artikel soll das Verständnis und das Wissen über allgemeine Mundgesundheit fördern. Er dient nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich immer an Ihren Zahnarzt oder einen anderen qualifizierten Arzt, wenn Sie Fragen zu einer Erkrankung oder Behandlung haben.

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Verfahren zur ÖRTLICHEN BETÄUBUNG

  1. Vorbereitung – Wenn Sie eine örtliche Betäubung brauchen, trocknet Ihr Zahnarzt einen Teil Ihres Mundes mit Luft oder Watteröllchen ab. Bei besonders ängstlichen und empfindlichen Patienten besteht die Möglichkeit, die Einstichstelle bereits vorab mithilfe eines Gels zu betäuben. Injektion – Anschließend spritzt Ihr Zahnarzt das Lokalanästhetikum langsam in das Zahnfleischgewebe. Die meisten Patienten spüren den Stich gar nicht. Der zu spürende Schmerz wird durch das in das Gewebe eintretende Anästhetikum verursacht.
  2. Nachwirkungen – Die Wirkung einer Spritze zur örtlichen Betäubung kann mehrere Stunden anhalten. Wenn Sie die Praxis verlassen, haben Sie unter Umständen Schwierigkeiten, deutlich zu sprechen und zu essen oder zu trinken. Achten Sie darauf, nicht auf den betäubten Bereich zu beißen. Andernfalls könnten Sie sich selbst verletzen, ohne es zu bemerken.