Jugendliche an eine angemessene Mundhygiene gewöhnen

Jugendliche sind häufig bereits mit Freunden, Schule und dem Nachholen von Schlaf ausgelastet, da kann eine gute Mundhygiene schnell in den Hintergrund rücken. Wenn man sich sowieso schon beeilen muss, um noch rechtzeitig den Schulbus zu erwischen, reicht die Zeit für volle zwei Minuten Zähneputzen schlicht und einfach nicht aus. Als Elternteil sollten Sie sich jedoch vergewissern, dass Ihr Kind auch im Jugendalter auf eine gute Mundhygiene achtet. Indem die Mundhygiene Teil der täglichen Routine wird, können Sie Ihrem Kind auch im Jugendalter helfen, regelmäßiges Zähneputzen und die Reinigung mit Zahnseide neben anderen Dingen fest in seinem Tagesablauf einzuplanen.

Verwendung von Produkten für Jugendliche

Einer der Gründe, weshalb Jugendliche die Zahnpflege oft schleifen lassen, ist, dass die meisten Zahnpflegeprodukte nicht gerade auf den jugendlichen Geschmack zugeschnitten sind. Zu intensive Geschmacksrichtungen und langweilige Designs lassen keine Begeisterung aufkommen, wenn es um die tägliche Zahnpflege geht. Hier können speziell für Jugendliche entwickelte Produkte unter Umständen Abhilfe schaffen. Da sie auf den Geschmack und den Stil von Jugendlichen zugeschnitten sind, lassen sich junge Zahnpflegemuffel damit leichter zur täglichen Zahnpflege überreden.

Probieren Sie Apps und Stoppuhren aus

Eines der größten Hindernisse für eine angemessene Mundhygiene bei Jugendliche sind die viel zu kurzen Putzzeiten. Manchmal kommen sie gerade einmal auf 30 Sekunden. Hier können Smartphone-Timer-Apps oder eine Sanduhr dafür sorgen, dass Jugendliche sich bewusster werden, wie lange sie eigentlich putzen sollten. Wenn Ihr Kind sowieso ständig Kopfhörer trägt, könnte es einen drei Minuten langen Song als zeitliche Orientierungshilfe für das Zähneputzen verwenden.

Weniger Limonade und Süßigkeiten

Jugendliche scheinen allein mit Limonade, Chips und Süßigkeiten überleben zu können, aber eine solche Ernährung kann verheerende Zahnschäden anrichten. Eine stark zuckerhaltige Ernährung fördert das Entstehen von Bakterien und Karies. Indem Sie gesündere Leckerbissen und Getränke stets verfügbar haben, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Jugendliche zu zuckerhaltigen Speisen greifen. Halten Sie stets Wasserflaschen, kleingeschnittenes Gemüse, Vollkorncracker und andere zuckerfreie Leckerbissen bereit.

Appellieren Sie an das Selbstvertrauen

Jugendliche sind dafür bekannt, dass sie sich ständig Gedanken um ihr Aussehen machen – dies könnte eine gute Motivation sein, besser auf die Zahnpflege zu achten. Indem Sie behutsam darauf hinweisen, dass eine nachlässige Zahnpflege zu gelben Verfärbungen und Mundgeruch führen kann, verdeutlichen Sie, dass das Zähneputzen nicht nur zur Kariesvermeidung wichtig ist. Spezialzahnpasta für weiße Zähne kann darüber hinaus das Selbstbewusstsein heben und zu guten Zahnpflegegewohnheiten beitragen.

Jugendliche scheinen ständig unter Zeitdruck zu stehen - dabei kann das Auslassen der morgendlichen Zahnpflege, nur um ein paar Minuten länger schlafen zu können, schwerwiegende Folgen haben. Indem Sie die Mundhygiene einfach, schnell und persönlich gestalten, können Sie Ihr Kind auch im Jugendalter dazu bringen, sich regelmäßig die Zähne zu putzen – und vielleicht sogar pünktlich zur Schule zu kommen.

 

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Häufige Mundpflegeprobleme bei  JUGENDLICHEN

Mit zunehmendem Alter sehen sich Teenager bestimmten Zahnproblemen gegenüber, z. B. einer Zahnspange oder dem Ziehen der Weisheitszähne. Viele davon  sind ein ganz normaler Teil des Lebens, während es sich bei andere um proaktive Schritte durch den Zahnarzt handelt, um eine lebenslange Mundgesundheit sicherzustellen.

Über die folgenden Themen sollten Sie mit Ihrem Kind im Teenageralter sprechen:

  • Ursachen von Mundgeruch – Mundgeruch bzw. Halitosis entsteht in der Regel durch Bakterien auf der Zungenoberfläche. In vielen Fällen kann eine einfache Änderung der persönlichen Mundhygienegewohnheiten Abhilfe schaffen. Dazu gehören u. a. eine gewissenhafte Zahnpflege, das Bürsten der Zunge und regelmäßige Zahnarztbesuche.
  •  Tabakkonsum – Tabakprodukte enthalten Gifte, die verschiedene Krebsarten, Zahnfleischerkrankungen, Mundgeruch und Zahnverfärbungen verursachen und den Geruchssinn stören können. Je eher mit dem Rauchen aufgehört wird, desto einfacher und gesünder ist es.
  • Mundpiercings – Mundpiercings können Zunge, Lippen, Wangen und Gaumenzäpfchen schädigen. Es kann zu Problemen durch verschluckten/eingeatmeten Schmuck, Sprachstörungen, beschädigten Zähnen und Zahnfleischrückgang kommen.