Vergrößerte (entzündete) Zungenpapillen: Ursachen, Symptome & Behandlung

Vergrößerte Zungenpapillen: Ursachen, Symptome & Behandlung

Hatten Sie jemals eine dieser kleinen Entzündungen an der Zunge, die wie aus dem Nichts zu kommen schien? Eine Entzündung, die Sie fast verrückt macht, manchmal bis zu dem Punkt, an dem Sie versuchen, diese zu entfernen, nur um sie loszuwerden? Die entzündeten Stellen (vergrößerte Papillen) auf Ihrer Zunge können verschiedenen Gründen auftreten.

Was sind die entzündeten Stellen auf Ihrer Zunge?

Die mit vier Papillenarten beschichtete Zunge ist ein wichtiges Organ in Ihrer Mundhöhle, das den Geschmackssinn, das Sprechen, das Kauen und das Schlucken ermöglicht. Zungenpapillen lassen sich laut Optident in folgende vier Arten einteilen:

1. Wallpapillen in V- förmiger Anordnung am Übergang vom Zungenrücken zum Zungengrund

2. Blattförmige Papillen beidseits am hinteren Zungenrand

3. Pilzförmige Papillen auf dem Zungenrücken verstreut

4. Fadenförmige Papillen, die dem Zungenrücken ein samtartiges Aussehen verleihen.

Wallpapillen, Blattförmige Papillen und Pilzförmige Papillen enthalten Geschmacksknospen. Die fadenförmigen Papillen dienen dagegen vor allem dem Tastempfinden. Vier Geschmacksrichtungen, süß, sauer, salzig, bitter können mit der Zunge in unterschiedlichen Zungenbereichen erkannt werden.

 

Wie kommt es zu einer Vergrößerung der Papillen?

Wenn Sie bemerken, dass sich eine vergrößerte Papille entwickelt, kann sie sich sehr merkwürdig anfühlen. Die Nervenrezeptoren auf der Zunge sind sehr empfindlich. Dies ist jedoch kein Grund zur Sorge. Meistens ist dieser Prozess nicht schwerwiegend. Laut zmk aktuell ist die Eruptiva-linguale-Papillitis eine plötzlich auftretende, meist stark brennende, entzündliche Papille an der Zungenspitze oder an den Seitenrändern der Zunge. Dies kann daran liegen, dass Sie sich versehentlich auf die Zunge beißen, wenn Sie kauen, wenn ein Virus in Ihren Körper gelangt ist oder wenn sich die Papillenzellen normal ablösen.

Bestimmte andere Erkrankungen können auch dazu führen, dass sich Papillen anders anfühlen. Eine dieser Erkrankungen ist die gutartige migratorische Glossitis (auch Landkartenzunge genannt). Bei dieser Erkrankung schuppen die Papillae filiformis vermehrt ab und hinterlassen Areale, die rötlich erscheinen, heißt es auf zm online. Zu weiteren Erkrankungen, die zur Entzündung der Papillen beitragen können, gehören bakterielle Infektionen oder Pilzinfektionen, Aphten, allergische Reaktionen, Syphilis, oraler Herpes simplex, Krebs oder Autoimmunerkrankungen.

Ist bei vergrößerten Papillen eine Behandlung notwendig?

Eine Behandlung bei entzündeten Zungenpapillen ist meist nicht erforderlich, es sei denn, die Erkrankung dauert länger als sieben bis zehn Tage an. Bei oralen Läsionen, die länger als sieben bis zehn Tage bestehen, sollten Sie diese von einem Zahnarzt begutachten lassen. Die Beurteilung von Größe, Farbe und Position der Läsion hilft Ihrem Zahnarzt bei seiner Einschätzung. Wenn Läsionen bluten, zunehmend schmerzhaft werden, an Größe zunehmen oder sich ausbreiten, sollten Sie sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Eine gründliche und regelmäßige Mundhygieneroutine zuhause ist der beste Weg zu langanhaltender Mundgesundheit. Putzen Sie zweimal täglich Ihre Zähne und vergessen Sie dabei nicht, Ihre Zunge zu putzen! Nutzen Sie dazu am besten eine Zahnbürste mit Wangen- und Zungenreiniger. Es hat sich auch bei der Behandlung von entzündeten oder vergrößerten Papillen als effektiv herausgestellt, den Läsionen Zeit zum Heilen zu geben, sie mit warmem Salzwasser zu spülen und viel Wasser zu trinken.

Wie können Sie vergrößerten Zungenpapillen vorbeugen?

Verletzungen der Zunge können verhindert werden, indem beim Sport ein Mundschutz getragen wird und wenn Sie langsam essen und dabei auf Ihre Zunge achten. Wenn Sie risikoreiche Verhaltensweisen wie z.B. das Rauchen von Zigaretten vermeiden und Stress reduzieren, verringern Sie mitunter auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich Ihre Zungenpapillen entzünden.

 

Dieser Artikel soll das Verständnis und das Wissen über allgemeine Mundgesundheit fördern. Er dient nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich immer an Ihren Zahnarzt oder einen anderen qualifizierten Arzt, wenn Sie Fragen zu einer Erkrankung oder Behandlung haben.

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