Dehydrierte Zunge? Was dir dein Mund sagt

Dehydrierte Zunge? Was dir dein Mund sagt

 

Wussten Sie, dass Ihre Zunge ein Spiegel Ihres allgemeinen Gesundheitszustands sein kann? Wenn Ihr Körper aus dem Gleichgewicht gerät, kann Ihr Arzt dies oft nur durch einen Blick auf Ihre Zunge feststellen. Dies gilt insbesondere bei Dehydration. Obwohl Dehydration nicht nur einen Bereich des Körpers betrifft, kann eine dehydrierte Zunge signalisieren, dass Ihnen Flüssigkeit fehlt.

Anzeichen von Dehydration

Die Pharmazeutische Zeitung empfiehlt Männern und Frauen täglich 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Leider passiert es schnell, dass der Flüssigkeitsbedarf des Körpers vernachlässigt wird. Ist dies der Fall, sind Sie dehydriert. Dehydration ist ein Zustand, in dem Ihr Körper nicht über die erforderliche Flüssigkeitsmenge verfügt, um normal zu funktionieren. Die meisten alltäglichen Fälle von Dehydration sind eher moderat und können durch vermehrte Aufnahme von Wasser oder Flüssigkeit behoben werden. Eine schwerwiegendere Dehydration stellen Sie anhand der Funktionen Ihres Körpers fest. Sie verspüren seltener Harndrang und die Farbe des Urins wird dunkler. Außerdem kann es zu Kopfschmerzen kommen. Mit zunehmender Dehydration kommt es laut Universitätsmedizin Göttingen zu Symptomen wie Verwirrung, Reizbarkeit, Lethargie, schnellem Herzschlag und sogar Fieber.

Wenn Sie nicht genug Flüssigkeit aufnehmen, arbeitet Ihr Körper daran, die vorhandene Flüssigkeit zu konservieren. Deshalb ist eines der ersten Anzeichen für eine Dehydration eine verminderte Speichelproduktion. Ihre Zunge fühlt sich möglicherweise trocken und sogar geschwollen an, da Ihr Körper die Speichelproduktion reduziert, um Flüssigkeit zu einzusparen. Eine trockene, dehydrierte Zunge ist nicht nur ein Zeichen dafür, dass Ihr Mund dehydriert ist. Es ist ein Zeichen dafür, dass Ihr ganzer Körper mehr Flüssigkeit benötigt.

Merkmale einer gesunden Zunge

Laut Aponet ist eine gesunde Zunge rosa und mit kleinen Papillen übersäht, in denen die Geschmacksknospen sitzen. Sie sollte auch gut angefeuchtet sein. Der Speichel hilft dabei, die Nahrung vor der Verdauung aufzubrechen und die Zähne vor Bakterien und Fäulnis zu schützen. Wenn Ihre Zunge trocken und rau ist, kann dies bedeuten, dass sie nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt ist. Das Trinken von mehr Wasser sollte Ihre erste Abwehrmaßnahme gegen Dehydration sein. Sie können aber auch versuchen, zuckerfreien Kaugummi zu kauen, Eis zu essen oder Bonbons zu lutschen, um die Mundtrockenheit zu lindern, die mit der Dehydration einhergeht.

Mögliche Gesundheitsprobleme

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen und jeden Tag ausreichend Wasser trinken, aber immer noch an einer trockenen, dehydrierten Zunge leiden, könnte dies ein Anzeichen für ein ernsthafteres Problem sein. Sollte das Symptom anhalten, wenden Sie sich am besten an Ihren Arzt. Einige der Ursachen für eine trockene Zunge und einen trockenen Mund sind:

  • Autoimmunerkrankungen wie Morbus Addison und das Sjögren-Syndrom
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapien
  • Hormonelle Veränderungen
  • Infektionen

Wenn Sie unter einer dehydrierten Zunge leiden, ist es wichtig, Ihre Zähne vor den Auswirkungen des niedrigen Speichelgehalts zu schützen. Putzen Sie regelmäßig Ihre Zähne, verwenden Sie Zahnseide und peroxid- und alkoholfreie Mundspülmittel, um ein Austrocknen des Mundes zu vermeiden.

Dieser Artikel soll das Verständnis und das Wissen über allgemeine Mundgesundheit fördern. Er dient nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich immer an Ihren Zahnarzt oder einen anderen qualifizierten Arzt, wenn Sie Fragen zu einer Erkrankung oder Behandlung haben.

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Mundtrockenheit

Definition

Mundtrockenheit wird von Medizinern auch als Xerostomie bezeichnet und entsteht, wenn Sie nicht genug Speichel produzieren, um Ihren Mund nass und befeuchtet zu halten.

Ursachen

Mundtrockenheit kann entstehen, wenn die Drüsen im Mund, die für die Speichelproduktion zuständig sind, nicht richtig funktionieren. Zu den häufigsten Ursachen gehören:

  • Stress

  • Bestimmte Medikamente

  • Krebstherapien (Strahlen-/Chemotherapie)

  • Autoimmunerkrankungen wie das Sjögren-Syndrom

  • Rauchen