Was verursacht Zungenbläschen?

Beulen auf der Zunge

Zungenbläschen können aus allen möglichen Gründen auftreten. Auslöser können versehentliches auf die Zunge Beißen oder auch schwerwiegendere Erkrankungen sein. Wenn Sie sich Sorgen wegen eines Bläschens auf Ihrer Zunge machen, das nicht verschwindet, vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Zahnarzt oder Arzt.

Normale Beulen auf der Zunge

Papillen sind kleine, von Natur aus vorhandene Erhebungen, die die Oberfläche der Zunge bedecken. Es gibt vier Arten von Papillen:

  1. Papillae filiformes (Fadenpapillen)
  2. Papillae fungiformes (Pilzpapillen)
  3. Papillae foliatae (Blattpapillen)
  4. Papillae vallatae (Wallpapillen)

Alle Arten außer der filiformen enthalten Geschmacksknospen. Filiforme Papillen befinden sich meist hinten und in der Mitte der Zunge, fungiforme Papillen an den Seiten und an der Zungenspitze, Wallpapillen befinden sich an der Rückseite der Zunge und Blattpapillen sitzen direkt vor diesen und an den Seiten der Zunge.

Ursachen für vergrößerte Zungenbläschen

Blatt- und Wallpapillen sind normalerweise groß genug, um mit bloßem Auge erkannt zu werden. Manchmal schwellen Papillen aufgrund von Reizungen oder Entzündungen an. Dieser Zustand wird als vorübergehende linguale Papillitis bezeichnet. Ein versehentlicher Biss auf die Zunge oder Reizungen durch Lebensmittel oder Chemikalien können zu vergrößerten Papillen führen. Eine vorübergehende linguale Papillitis kann auch durch Mangelernährung, Rauchen, Alkoholkonsum, Plaquebildung oder Zahnbehandlungen verursacht werden. Das Beschwerdebild besteht jedoch nur vorübergehend und verschwindet oft ganz von selbst wieder.

Beulen auf der Zunge können als Blasen, Geschwüre und Schwellungen auftreten. Ursachen für Zungenbläschen können Aphten, bakterielle Infektionen, Herpes oralis, Allergien, Störungen des Immunsystems und Mundhöhlenkrebs sein. Ein Bläschen kann sich auch an der Seite der Zunge in einer Zahnlücke entwickeln. Obwohl die meisten Fälle von Zungenbläschen harmlos sind, sollten unerklärliche weiße oder rote Bereiche, Wunden oder Verhärtungen auf der Zunge so bald wie möglich von einem Arzt untersucht werden.

Prävention

Sie können Zungenbläschen verhindern, wenn Sie die Auslöser vermeiden, die diese verursachen. Seien Sie beim Kauen vorsichtig und tragen Sie beim Sport einen Mundschutz, um zu vermeiden, dass Sie sich versehentlich auf die Zunge beißen. Vermeiden Sie es, Lebensmittel zu essen, die die Mundschleimhaut reizen, um das Risiko für Papillenschwellungen zu verringern. Praktizieren Sie weiterhin eine sorgfältige Mundpflege und vergessen Sie nicht, Ihre Zunge zu putzen.

Heilungszeit

In den meisten Fällen einschließlich bei Aphten und vergrößerten Papillen aufgrund von Zungenverletzungen, ist eine Behandlung selten erforderlich. Wenn Sie viel Wasser trinken und die entzündete Stelle mit warmem Salzwasser spülen, kann dies den Heilungsprozess unterstützen. Topische rezeptfreie Medikamente wie orale Betäubungsgele und Medikamente gegen Aphten können die Beschwerden lindern. Wenn die Beschwerden jedoch länger als eine Woche anhalten oder zunehmen, gehen Sie zum Zahnarzt.

Zungenbläschen können nervig und störend sein, doch meist ist ihre Ursache relativ harmlos und sie verschwinden ohne Behandlung wieder. Sollten Sie ein Bläschen auf Ihrer Zunge haben, das nicht heilt oder Ihnen aus anderem Grund Sorgen bereitet, gehen Sie zum Arzt.

Dieser Artikel soll das Verständnis und das Wissen über allgemeine Mundgesundheit fördern. Er dient nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich immer an Ihren Zahnarzt oder einen anderen qualifizierten Arzt, wenn Sie Fragen zu einer Erkrankung oder Behandlung haben.

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Die größte gesundheitliche Gefahr, die von Tabak ausgeht, ist wahrscheinlich der Zusammenhang mit Mundhöhlenkrebs. Die American Cancer Society gibt zB an:

  • Etwa 90 Prozent aller Patienten mit Mundhöhlenkrebs und bestimmten Kehlkopfkarzinomen haben Tabak konsumiert. Das Risiko für diese Krebsarten steigt an, je mehr oder länger man raucht oder Tabak kaut.

  • Raucher entwickeln solche Krebsarten mit sechsmal größerer Wahrscheinlichkeit.

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  • Rauchloser Tabak ist mit Krebs in den Wangen, am Zahnfleisch und an den Innenflächen der Lippen assoziiert worden. Rauchloser Tabak erhöht das Risiko für diese Krebsarten um fast 50 Prozent.