Essensvorschläge nach dem Entfernen der Weisheitszähne

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Die Weisheitszähne, auch als dritte Backenzähne bekannt, sind häufig impaktiert oder können aufgrund anderer Ursachen nicht in der Mundhöhle verbleiben. Normalerweise treten die ersten Probleme zwischen dem 17. und dem 25. Lebensjahr auf. Was Sie nach der Weisheitszahnextraktion essen dürfen, hängt jedoch von der Art der Operation ab und davon, wie Ihr Mund nach dem Eingriff reagiert.

Die auf zm online vorgestellte Leitlinie der DGMKG und der DGZMK zur operativen Entfernung von Weisheitszähnen empfiehlt unter anderem die Extraktion der Weisheitszähne, wenn Zahnfleischentzündungen, nicht restaurierfähige kariöse Zähne, Zysten, Tumoren oder andere Pathologien vorhanden sind. Wenn ein betroffener Weisheitszahn die Nachbarzähne beschädigt, ist es außerdem am besten, ihn zu extrahieren, anstatt darauf zu warten, dass er unter Umständen noch größere Probleme verursacht. Der Planungsprozess beginnt normalerweise mit einer zahnärztlichen Röntgenaufnahme zur Beurteilung der relevanten Bereiche und endet mit der Extraktion von einem, zwei oder sogar allen vier Weisheitszähnen.

Unmittelbar nach der Extraktion

Was passiert, wenn Sie die Zahnarztpraxis verlassen? Wie sollten Sie sich verhalten, wenn Ihre Weisheitszähne gerade entfernt wurden? Unabhängig davon, ob die Zähne durch das Zahnfleisch durchgebrochen sind oder im Knochen (unter dem Zahnfleischgewebe) festsaßen, also impaktiert waren, werden Sie sich zunächst erholen müssen. Der Wundbereich wird meistens mit einer feuchten Gaze versorgt, mit deren Hilfe die Bildung eines Gerinnsels stimuliert werden soll, das die danach auftretenden natürlichen Blutungen eindämmt. Dieses Gerinnsel verwandelt sich schließlich in neues Bindegewebe und füllt das Loch in Ihrem Zahnfleisch und dem Knochen.

Obwohl Sie möglicherweise die Gaze wechseln müssen, bevor sie vollständig entfernt werden kann, muss darauf geachtet werden, dass das Gerinnsel selbst nicht zerstört wird. Wenn das passiert, entwickelt sich eine Alveolitis sicca, eine trockene Alveole. Laut Zahnarzt Padilla ist die Alveolitis sicca eine schmerzhafte postoperative Komplikation, die die Wundheilung verzögern kann. Aus diesem Grund raten Zahnärzte meistens, Saugbewegungen beim Trinken durch einen Strohhalm sowie beim Rauchen zu vermeiden, da das Gerinnsel auf diese Weise zerstört werden kann.

Was man vermeiden sollte

Unabhängig davon, ob der Kieferchirurg Sie in den Schlaf versetzt, um Ihre Zähne zu extrahieren oder nicht, werden während des Eingriffs verschiedene Anästhetika verwendet. Nach der OP ist es besonders wichtig, dass Sie keine heißen Speisen oder Getränke konsumieren, solange Ihr Mund noch taub ist.

Denken Sie daran, dass Sie sich besonders in dieser Zeit leicht auf Zunge, Wange oder Lippen beißen können. Verzichten Sie daher auf schwer zu kauende Lebensmittel, bis Ihr Gefühl zurückkehrt. Harte, übermäßig knusprige Lebensmittel, wie Pommes und harte Brezeln sowie kleine scharfkantige Lebensmittel, wie Popcorn sollten ebenfalls vermieden werden, da sie Schäden am Zahnfleisch verursachen können. Wie zu erwarten, sollten scharfe Speisen ebenso vermieden werden, um weitere Reizungen zu minimieren.

Was Sie essen dürfen

Die Ernährung ist für den Reparaturprozess nach einer Zahnoperation sehr wichtig, insbesondere eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme. Das pta Forum der Pharmazeutischen Zeitung weist darauf hin, dass der Körper neben ausreichend Flüssigkeit, Vitamine, Mineralstoffe und Proteine benötigt, um eine zügige und stabile Wundheilung zu gewährleisten. Lebensmittel wie Joghurt, Eis und Hüttenkäse sind proteinreich und besonders leicht zu kauen und zu schlucken. Apfelmus und Fruchtsmoothies sind großartige Vitaminquellen. Denken Sie jedoch immer daran, keinen Strohhalm zu verwenden.

Herzhafte und weiche Lebensmittel wie Rührei, weicher Fisch, fein geschnittenes Fleisch, Kartoffelpüree, Haferflocken und dünne Suppen lassen das Sättigungsgefühl länger anhalten. Halten Sie sich am besten vier bis sieben Tage nach Ihrer Zahnoperation an die oben genannten Anweisungen.

Immer alles schön sauber halten

Eine schonende Reinigung und Spülung gemäß den Anweisungen Ihres Zahnarztes wird letztendlich den Heilungsprozess leiten. Die Verwendung einer Zahnbürste mit sehr weichen Borsten im Bereich der Extraktionsstelle sollte Priorität haben. Zahnbürsten können extrem flexibel sein und durch ultra-weiche, sehr dünne Borsten sanft Ihre Zahnzwischenräume und den Bereich unter dem Zahnfleischrand reinigen, ohne die Nähte oder die Wundstelle zu beschädigen.

Die Extraktion von Weisheitszähnen kann sich im jungen Erwachsenenalter zugunsten der Zahngesundheit als notwendig erweisen. Jetzt, da Sie wissen, was Sie nach dem Entfernen der Weisheitszähne essen dürfen (und welche Lebensmittel Sie vermeiden sollten), werden Sie in kürzester Zeit auf dem Weg zur Genesung sein.

Dieser Artikel soll das Verständnis und das Wissen über allgemeine Mundgesundheit fördern. Er dient nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich immer an Ihren Zahnarzt oder einen anderen qualifizierten Arzt, wenn Sie Fragen zu einer Erkrankung oder Behandlung haben.

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Was Sie bei einer WEISHEITSZAHN-Operation zu erwarten haben

Sind die Weisheitszähne im Knochen eingebettet, macht der Kieferchirurg einen Einschnitt im Zahnfleisch und legt den Zahn frei, indem er vorsichtig den bedeckenden Knochen abträgt. Anschließend wird der Zahn als Ganzes oder stückweise entfernt und die Wundhöhle mit Nähten verschlossen.

Nach der Operation kommt es oft zu Schwellungen und Schmerzen im Gesicht und Hals sowie einer vorübergehenden Hautverfärbung infolge eines Hämatoms (Bluterguss). Kühlende Umschläge und Schmerzmittel vom Zahnarzt oder Kieferchirurgen können die Schmerzen und Schwellungen lindern.