Was ist ein Weisheitszahn?

Was sind weisheitszähne
Von der Kindheit bis zur Pubertät brechen die Zähne schrittweise durch: Zuerst die Schneidezähne, dann die Eckzähne, Prämolaren und Molaren (auch Front- und Seitenzähne) und schließlich die Weisheitszähne. Letzteres ist oft am interessantesten und es stellt sich die Frage: Was ist ein Weisheitszahn? Zahnärzte nennen sie oft auch die dritten Backenzähne, die ganz hinten im Mund durchbrechen. Einige Menschen haben keine Probleme mit ihren Weisheitszähnen, bei anderen können sie wiederum Schmerzen, Infektionen und andere Beschwerden verursachen.

Wo und wann Weisheitszähne durchbrechen

Menschen besitzen normalerweise vier Weisheitszähne. Laut KZBV brechen diese bei jedem Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren durch, auf jeder Seite einer hinter den Molaren im Ober- und im Unterkiefer. Wie sie durchbrechen, ist individuell unterschiedlich. Weisheitszähne können nur teilweise durchbrechen oder ganz im Zahnfleisch verbleiben. Zähne, die nicht in die Mundhöhle durchbrechen und unter dem Zahnfleisch oder ganz im Knochen verbleiben, bezeichnet man auch als impaktiert, heißt es auf DocMedicus Zahnlexikon.

Warum brechen Weisheitszähne durch

Weil Weisheitszähne so viele Probleme verursachen und nicht wirklich zum Kauen benötigt werden, spekulieren Ärzte über ihre Funktion. Lange nach dem Durchbruch der großen Backenzähne, auch Molaren genannt, entwickeln sich laut Zahnarztpraxis Dentalplus die ersten Keime der Weisheitszähne. Dies geschieht bei den meisten Menschen im Alter von 12 bis 14 Jahren. Zunächst sind sie nur auf einem Röntgenbild erkennbar.

Während des größten Teils der Menschheitsgeschichte war die typische Ernährung zahnschleifend. Unter diesen Umständen waren Weisheitszähne in der Vergangenheit möglicherweise nützlich, um abgenutzte Backenzähne zu ersetzen. Jetzt, da die Nahrung tendenziell weicher ist, nutzen sich die Zähne nicht mehr so schnell ab und es gibt keine Lücken, die Weisheitszähne füllen müssen. Prof. Gerhard Weber von der Universität Wien erklärt, dass Kiefer, Kiefermuskeln und Zähne in den letzten zwei bis drei Millionen Jahren deutlich kleiner geworden sind.

Welche Probleme verursachen Weisheitszähne

Probleme mit Weisheitszähnen umfassen hauptsächlich ein unangenehmes Gefühl und Schmerzen, Infektionen, Zahnfleischerkrankungen und Karies. Einige davon sind darauf zurückzuführen, dass es schwierig ist, die Weisheitszähne mit der Zahnbürste hinten im Mund zu erreichen. Das Bürsten mit einer schlanken Zahnbürste mit langem Griff kann helfen, diese Probleme zu vermeiden. Andere schwerwiegende Auswirkungen durch impaktierte Weisheitszähne treten auf, wenn sich unter den Zähnen Zysten bilden. Diese Zysten können Knochenverlust im Kiefer verursachen und Druck auf die Nerven im Kiefer ausüben.

Probleme mit Weisheitszähnen enden normalerweise mit ihrer Entfernung. Zahnärzte ziehen es oft vor, Weisheitszähne zu entfernen, wenn die Patienten am Ende ihrer Teenagerzeit oder Anfang 20 sind, bevor die Zähne Probleme verursachen. In diesem Alter haben sich die Wurzeln der Weisheitszähne im Kieferknochen noch nicht verfestigt und sind leichter zu entfernen als bei älteren Patienten. Das Entfernen von Weisheitszähnen im späteren Leben birgt auch ein etwas höheres Risiko für eine Schädigung eines Hauptnervs im Kiefer mit sich, der als Nervus alveolaris inferior bezeichnet wird. Jüngere Patienten erholen sich häufig auch schneller von der Narkose.

Gerade wenn nach kieferorthopädischer Behandlung ein wunderschöner Zahnbogen mit gerader Zahnstellung erreicht ist führt dies oft zu einer Platzverengung im Bereich der Weisheitszähne. Die macht deren Entfernung oft erforderlich, so Dr. Dr. Bernd Kramer.

Was ist ein Weisheitszahn? Er hat nicht wirklich etwas mit Weisheit zu tun, sondern eher mit dem Älterwerden. Wenn Ihre Weisheitszähne Ihnen Schmerzen oder Beschwerden bereiten, wenden Sie sich an Ihren Zahnarzt. Eine frühzeitige Behandlung verringert das Risiko, dass später größere Probleme auftreten, erheblich.

Wenn Ihre Weisheitszähne extrahiert werden mussten oder müssen, erfahren Sie mehr über die Genesung nach einer Weisheitszahn-OP in den Colgate Oral Care Resources.

Dieser Artikel soll das Verständnis und das Wissen über allgemeine Mundgesundheit fördern. Er dient nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich immer an Ihren Zahnarzt oder einen anderen qualifizierten Arzt, wenn Sie Fragen zu einer Erkrankung oder Behandlung haben.

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Was Sie bei einer WEISHEITSZAHN-Operation zu erwarten haben

Sind die Weisheitszähne im Knochen eingebettet, macht der Kieferchirurg einen Einschnitt im Zahnfleisch und legt den Zahn frei, indem er vorsichtig den bedeckenden Knochen abträgt. Anschließend wird der Zahn als Ganzes oder stückweise entfernt und die Wundhöhle mit Nähten verschlossen.

Nach der Operation kommt es oft zu Schwellungen und Schmerzen im Gesicht und Hals sowie einer vorübergehenden Hautverfärbung infolge eines Hämatoms (Bluterguss). Kühlende Umschläge und Schmerzmittel vom Zahnarzt oder Kieferchirurgen können die Schmerzen und Schwellungen lindern.