Was Sie über Rauchen und die Mundgesundheit wissen müssen

Bei den gesundheitlichen Folgen des Rauchens denkt man normalerweise zunächst an Lungenerkrankungen – wie Lungenkrebs, Emphysem, chronische Bronchitis. Da Zigarettenrauch jedoch fast jedes Organ des Körpers schädigen kann, überrascht es nicht, dass auch Ihre Mundgesundheit in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Folgendes müssen Sie über Rauchen und Ihre Mundgesundheit wissen, um gesund zu bleiben.

Realitätscheck

Ganz egal, ob Sie Zigaretten oder Zigarren rauchen oder andere Tabakprodukte konsumieren – Fakt ist: Bei Tabakprodukten gibt keinen gesunden Grad des Konsums – selbst in passiver Form. Ihr Risiko für tabakbedingte Erkrankungen, darunter auch solche, die Ihren Mund betreffen, hängt davon ab, wie lange Sie schon rauchen, und wie viele Zigaretten am Tag Sie rauchen.

Mundkrebs

Mundkrebs ist eine allmähliche Mutation der gesunden Zellen in Ihrem Mund. Wie er entsteht, kann unterschiedlich sein. Rauchen spielt bei vielen der Mundkrebsdiagnosen, die jedes Jahr gestellt werden, eine bedeutende Rolle. Eine Studie der Universität von Kalifornien hat gezeigt, dass 8 von 10 Patienten mit Mundkrebs Raucher sind. Bei jedem Zug an der Zigarette gelangen die schädlichen Chemikalien im Tabakrauch zuerst in Ihren Mund und anschließend in Ihre Lunge. Durch längere und wiederholte Exposition verursachen diese Chemikalien Veränderungen in Ihrer Mundhöhle, durch die Mundkrebs entstehen kann.

Nichtsdestotrotz lässt sich die Krankheit vermeiden. Indem Sie Zigarettenrauch und anderes risikobehaftetes Verhalten meiden und regelmäßig den Zahnarzt aufsuchen, können Sie die Entstehung von Mundkrebs vermeiden.

Zahnfleischerkrankungen

Zahnfleischerkrankungen sind entzündliche Erkrankungen des Zahnfleischs und des Knochens, die die Zähne umgeben. Sie entstehen infolge einer Ansammlung schädlicher Bakterien, die bis zum Zahnverlust führen können. Bakterien sind jedoch nicht zu einzigen Verursacher von Zahnfleischerkrankungen. Raucher haben im Vergleich zu Nichtrauchern ein mehr als doppelt so hohes Risiko für Zahnfleischerkrankungen.

Rauchen beeinträchtigt das Immunsystem und erschwert Ihrem Körper die Abwehr von Erkrankungen wie Zahnfleischerkrankungen. Eine Zahnfleischbehandlung kann bei einem Raucher weniger Erfolg zeigen als bei einem Nichtraucher, da Rauchen die Zahnfleischheilung verlangsamt.

Mundgeruch und verfärbte Zähne

Neben den ernsteren Risiken für Mundkrebs und Zahnfleischerkrankungen kann Rauchen auch Ihren Geschmacks- und Geruchssinn beeinträchtigen und die Wundheilung nach einer Zahnextraktion oder einem anderen zahnärztlichen Eingriff verzögern. Außerdem verursacht der Teer aus dem Zigarettenrauch Zahnverfärbungen und Mundgeruch und kann zu Verfärbungen der Zunge führen. Diese Verfärbungen lassen sich nur durch eine professionelle Zahnreinigung wieder entfernen.

Achten Sie auf die Mundhygiene zu Hause

Nikotin in Zigaretten ist eine Substanz mit hohem Suchtpotential. Daher ist es so schwierig, mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn Sie Raucher sind, sollten Sie jedoch unbedingt mit dem Rauchen aufhören, um Ihren allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern.

Da es so schwierig ist, mit dem Rauchen aufzuhören, brauchen die meisten Menschen dabei Unterstützung. Zögern Sie nicht, mit Ihrem Zahnarzt über Ihren Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören, zu sprechen. Eine Strategie, mit dem Rauchen aufzuhören, könnte darin bestehen, Ihren Mund und Ihre Zähne so sauber wie möglich zu halten. So geben Sie sich selbst jeden Tag einen Anreiz, auf Ihre Gesundheit zu achten. Häufiges Zähneputzen mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta und die tägliche Verwendung von Zahnseide beugt der Entstehung von Karies und Zahnfleischerkrankungen vor.

Sie wissen nun um die Gefahren des Rauchens für die Mundgesundheit – denken Sie daran, dass es für einen besseren und gesünderen Lebensstil nie zu spät ist.

 

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Wie gefährdet Tabak
DIE MUNDGESUNDHEIT?

Die größte gesundheitliche Gefahr, die von Tabak ausgeht, ist wahrscheinlich der Zusammenhang mit Mundhöhlenkrebs. Die American Cancer Society gibt zB an:

  • Etwa 90 Prozent aller Patienten mit Mundhöhlenkrebs und bestimmten Kehlkopfkarzinomen haben Tabak konsumiert. Das Risiko für diese Krebsarten steigt an, je mehr oder länger man raucht oder Tabak kaut.

  • Raucher entwickeln solche Krebsarten mit sechsmal größerer Wahrscheinlichkeit.

  • Etwa 27 Prozent der Patienten, die auch nach der Krebstherapie noch rauchen, entwickeln ein zweites Mal Krebs im Mund, im Rachen oder Kehlkopf. Hingegen kommen solche sekundären Karzinome nur bei 6 Prozent der Patienten vor, die mit dem Rauchen aufhören.

  • Rauchloser Tabak ist mit Krebs in den Wangen, am Zahnfleisch und an den Innenflächen der Lippen assoziiert worden. Rauchloser Tabak erhöht das Risiko für diese Krebsarten um fast 50 Prozent.