So viel kosten Zahnspangen für Kinder und Erwachsene

Kostenvergleich von Zahnspangen

Menschen sind immer bestrebt, ihr Aussehen zu verbessern. Eine neue Frisur, eine neue Garderobe oder eine neue Fitnessstudiomitgliedschaft sind dabei besonders beliebt. Einige möchten ihr Lächeln verschönern, das ihnen bisher aus dem Spiegel nicht so entgegengelächelt hat, wie sie es gerne hätten. Hier sind Zahnspangen eine Option. Ob Sie als Kind oder Erwachsener eine Zahnspange tragen - in jedem Fall sollten Sie wissen, was so eine Behandlung kostet.

Warum eine Zahnspange?

Zahnspangen begradigen einen falsch ausgerichteten Biss durch sanften, konstanten Druck und verschieben so die Zähne innerhalb einiger Monate oder Jahre. Nach einer umfassenden Untersuchung Ihrer Mundhöhle - in der Regel mit Röntgenaufnahmen, Scans der gesamten Mundhöhle oder Zahnabdrücken - legt Ihr Kieferorthopäde den Behandlungsplan für die Korrektur Ihrer Zahnfehlstellung mithilfe einer Zahnspange fest.

Kieferorthopäden sind nicht nur auf die Korrektur von Zahnfehlstellungen spezialisiert. Sie sind außerdem dazu ausgebildet, das Muskel- und Skelettwachstum von Kiefer und Gesicht zu analysieren und vorherzusagen. Ihre zusätzliche Ausbildung von zwei oder drei Jahren nach dem Zahnmedizinstudium ermöglichen es ihnen, Probleme zu lösen, die ein gewöhnlicher Zahnarzt nicht behandeln kann (Probleme, die auch keiner zuhause vor dem Spiegel mit einem Gummiband lösen kann, ohne dabei seine Mundgesundheit extrem zu gefährden).

Zahnspangen für Kinder

Kieferorthopädische Behandlungen werden in der Regel erst nach dem 9. Lebensjahr begonnen, so die  KZBV.  Es kann jedoch bereits im Kindergartenalter bei einer ersten Untersuchung festgestellt werden, ob die Gebissentwicklung regelrecht verläuft. Das bleibende Gebiss ist bei Kindern im Alter von 7 Jahren normalerweise genügend ausgebildet, sodass ein Kieferorthopäde die Entwicklung von Kiefer und Zähnen beurteilen kann.

Der Kieferorthopäde kann z.B. Schlüsse darüber ziehen, ob Ihr Kind sofort mit der Behandlung beginnen sollte, ob eine kieferorthopädische Behandlung noch ein oder zwei Jahre warten kann oder dass gar keine Behandlung erforderlich ist. Neben einer Zahnspange empfiehlt er möglicherweise auch Behandlungen oder Apparaturen wie Gaumenexpander.

Zahnspangen für Erwachsene

Nur weil derzeit ausschließlich Ihre Kinder in kieferorthopädischer Behandlung sind, bedeutet dies nicht, dass Zahnspangen nicht auch für Erwachsene von Vorteil sein können. Erwachsene haben möglicherweise im Kindesalter keine kieferorthopädische Behandlung erhalten, bei der Über- oder Unterbisse, schiefe oder engstehende Zähne sowie Kieferfehlstellungen behoben wurden. Diese Probleme können zu Karies, Zahnfleischerkrankungen oder Schwierigkeiten beim Sprechen oder Kauen führen, weshalb deren Behandlung mehr als nur eine kosmetische Verschönerung bedeuten kann.

Unabhängig von Ihrem Alter gibt es bei Zahnspangen keine Einheitsgrößen. Außerdem gibt es mehrere Arten von Zahnspangen, von denen Ihr Kieferorthopäde Ihnen das für Sie geeignete Modell empfehlen wird.

Verschiedene Arten von Zahnspangen

Metallbrackets, auch bekannt als traditionelle Zahnspange, sind ideal zur Behandlung von Zahnengständen. Ihr Kieferorthopäde hat so die Möglichkeit, Ihre Zähne in kleinen Schritten zu bewegen. Metallbrackets sind oft kostengünstiger als andere kosmetische Optionen oder Aligner.

Wenn Ihnen der klassische Metall-Look nicht gefällt, ist die Lingualtechnik, bei der Brackets an der Innenseite der Zähne befestigt werden, möglicherweise eine Option für Sie. Ein wichtiger Unterschied zwischen der Lingualtechnik und klassischen Zahnspangen ist, dass linguale Brackets an Ihre Zähne angepasst werden müssen. Zuerst wird ein Abdruck von Ihren Zähnen genommen, der anschließend in ein Dentallabor geschickt wird, um individuelle Brackets herzustellen. Nach sechs Wochen können die Brackets von einem Kieferorthopäden an der Zahninnenseite geklebt werden. Aufgrund der individuellen Anpassung ist die Lingualtechnik oft etwas teurer.

Keramikbrackets sind Metallbrackets sehr ähnlich, zeichnen sich jedoch durch ein subtileres Erscheinungsbild aus. Die Brackets bestehen aus transparenter Keramik und die Drähte können ebenfalls transparent sein. Während klassische Zahnspangen ideal zur Korrektur schiefer und engstehender Zähne sind, richten sich Keramikbrackets eher an Patienten mit weniger ernsthaften Zahnfehlstellungen. Ihr Kieferorthopäde kann feststellen, ob Keramikbrackets die richtige Behandlungsoption für Sie sind.

Bleiben wir beim Thema individuelle Anfertigung: Aligner sind eine Alternative zu herkömmlichen Zahnspangen. Sie bestehen aus durchsichtigem Kunststoff, ähneln einem Mundschutz und können vor dem Essen oder zur Reinigung einfach herausgenommen werden. Die meisten Behandlungspläne sehen vor, dass sie alle paar Wochen gegen ein neues, etwas anderes Set ausgetauscht werden müssen, damit die Zähne schrittweise ihre Position ändern. Obwohl Aligner frei im Internet erhältlich sind, kann nur ein Kieferorthopäde feststellen, ob Ihre Zähne, Ihr Kiefer und Ihr Zahnfleisch gesund genug für eine Zahnkorrektur mit einer zahnmedizinischen Apparatur sind.

Kostenvergleich von Zahnspangen

Ganz gleich, welche Variante die beste für Sie ist, oder ob Sie im Teenageralter oder erwachsen sind - Zahnspangen sind nicht billig. Focus bietet eine Übersicht über die Kosten verschiedener Arten von Zahnspangen:

  • Metallbrackets. Traditionelle Metallbrackets und monatliche kieferorthopädische Kontrollen kosten rund 5000-7000 Euro.
  • Lingualtechnik. Bei dieser speziellen Technik werden Brackets und Drahtbögen an der Innenseite der Zähne befestigt und sind daher so gut wie unsichtbar. Kostenpunkt: 8.000-15.000 Euro.
  • Keramikbrackets. Sie sind fast unsichtbar, können aufgrund ihrer porösen Oberfläche jedoch brüchig werden. Ihre durchschnittlichen Kosten betragen 5000-8000 Euro.
  • Herausnehmbare Aligner. Eine vollständige Behandlungsserie korrekt angepasster herausnehmbarer Schienen kostet zwischen 5.000 und 8.000 Euro.

Zahlungsmöglichkeiten

Ihr Lächeln mit Hilfe einer Zahnspange zu verschönern ist eine Sache. Die damit verbundenen Kosten sind natürlich eine ganz andere. Nicht alle Versicherungen übernehmen kieferorthopädische Behandlungen und diejenigen, bei denen dies der Fall ist, zahlen möglicherweise nicht die vollständige Behandlung, wenn diese als kosmetische Wahlleistung betrachtet wird.

Genau wie bei der Suche nach einer bezahlbaren Zahnbehandlung, gibt es eine Vielzahl an Optionen zur Finanzierung von Zahnspangen. Wenn Ihre Krankenversicherung ein flexibles Ausgabenkonto anbietet, nutzen Sie es. Sie können vor Abzug der Steuer Geld auf das Konto einzahlen und damit den Teil finanzieren, den die Versicherung nicht abdeckt. Sie können auch mit Ihrem Kieferorthopäden über einen Zahlungsplan sprechen. Viele kieferorthopädische Praxen bieten mit Blick auf die hohen Kosten von Zahnspangen Finanzierungsmöglichkeiten an.

Dieser Artikel soll das Verständnis und das Wissen über allgemeine Mundgesundheit fördern. Er dient nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich immer an Ihren Zahnarzt oder einen anderen qualifizierten Arzt, wenn Sie Fragen zu einer Erkrankung oder Behandlung haben.

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Die besten Tipps bei einer KIEFERORTHOPÄDISCHEN FRÜHBEHANDLUNG

  • Vor dem Zähneputzen mit Wasser ausspülen – Weisen Sie Ihr Kind an, sich den Mund nach dem Essen mit Wasser auszuspülen. Dadurch lösen sich Essensreste, die in der Zahnspange hängengeblieben sind. Anschließend gründlich putzen.  

  • Einmal am Tag Zahnseide benutzen – Helfen Sie Ihrem Kind dabei, jeden Abend Zahnseide zu benutzen. Durch die Verwendung von Zahnseide werden Essensreste und Zahnbelag am und unter dem Zahnfleischrand gelöst, die sich andernfalls zu Zahnstein verhärten würden. Außerdem werden so auch die Stellen gereinigt, die mit einer Zahnbürste nur schwer zu erreichen wären.

  • Fluoridhaltige Mundspülung – Weisen Sie Ihr Kind an, sich nach dem Zähneputzen und vor dem Schlafengehen den Mund mit einer fluoridhaltigen Mundspülung auszuspülen, um die Zähne zusätzlich vor Karies zu schützen. Alle sechs Monate zum Zahnarzt – Bringen Sie Ihr Kind alle sechs Monate zur Untersuchung und Zahnreinigung zum Zahnarzt. Der Zahnarzt kann auf Bereiche hinweisen, in denen noch Verbesserungsbedarf beim Putzen besteht, und sicherstellen, dass die Zähne Ihres Kindes gesund und sauber bleiben.