Zahn-Sos

Zahn-SOS

Feiertage, Wochenende, Urlaubszeit: Zahnprobleme scheinen immer dann aufzutreten, wenn wir sie gar nicht brauchen können. Oder wenn die Zahnarztpraxis geschlossen ist. Ob Zahnschmerzen, eine verlorene Füllung oder eine angeschwollene Wange: Wir sagen Ihnen, was sie zuhause tun können und wann ein Anruf in der Notfall-Praxis ein absolutes Muss ist.

Akute Zahnschmerzen
Im Notfall helfen bei akuten Zahnschmerzen natürlich Schmerzmittel. Die Medikamente helfen dabei, die Schmerzen zu mildern, bis Sie die Ursache des Schmerzes beim Zahnarzt abklären können. Aber Vorsicht: Nicht jeder verträgt jedes x-beliebige Schmerzmittel, das gilt vor allem für Kinder. Hier spielt auch die Dosierung eine besonders wichtige Rolle. Welches Medikament in dem Einzelfall in welcher Dosierung angezeigt ist, sollten Sie in der Apotheke oder beim Zahnarzt erfragen.

Angeschwollene Wange
Eine angeschwollene Wange kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel eine akute und bakterielle Infektion. Treten neben der Schwellung auch Fieber und Übelkeit auf, sollten Sie sofort den Zahnarzt aufsuchen. Feucht-kalte Kompressen helfen die Schwellung zu mindern. Verzichten Sie auf körperliche Anstrengungen und gönnen Sie Ihrem Körper Ruhe. Um die Ursache der Schwellung zu klären, ist der Gang zum Zahnarzt Pflicht.

Herhausgebrochene Zahnfüllung
Wenn Teile oder sogar die ganze Füllung ausbricht, ist der betroffene Zahn oft schmerzempfindlich gegen Kälte und Wärme. Er sollte deshalb so bald als möglich behandelt und vom Zahnarzt mit einer neuen Füllung versehen werden. Bis dahin sollten Sie jede Reizung des Zahnnerves vermeiden und auf das Kauen harter Lebensmitteln verzichten. Der zahnärztliche Notdienst empfiehlt darüber hinaus, den Zahn vorübergehend mit einem zuckerfreien Kaugummi abzudecken.

Ausgeschlagene Zähne
Ein ausgeschlagener Zahn kann in vielen Fällen vom Zahnarzt wieder eingesetzt werden. Das gilt für Erwachsene und Kinder mit bleibenden Zähnen. Ob es gelingt den Zahn zu retten, hängt vor allem von zwei Faktoren ab. Einmal ist die richtige Behandlung des ausgefallenen Zahnes wichtig: Fassen Sie ihn immer an der Krone an, die Wurzeln sollten Sie nicht berühren. Außerdem sollte die Zeit zwischen dem Ausfall und Zahnarztbesuch so kurz wie möglich sein. Für die Aufbewahrung und den Transport des Zahnes eignet sich eine so genannte "Zahnrettungsbox, die Sie in der Apotheke kaufen können. Auf keinen Fall sollten Sie den Zahn in Taschentücher oder ähnliche feste Stoffe wickeln, da so die Zahnwurzelhaut zerstört werden kann. In der Praxis kümmert sich der Zahnarzt um die Reinigung des Zahns und setzt ihn wenn möglich wieder ein.

Abgebrochener Zahn
Wenn ein Stück Zahn abbricht, empfiehlt es sich die Bruchstücke mit warmem Wasser aus dem verletzten Bereich entfernen. Je nach dem wie schwer der Zahn geschädigt ist, hat der Zahnarzt mehrere Therapiemöglichkeiten. So können kleinere Abschürfungen des Zahnschmelzes oft mit einer Glättung oder kleinen Füllungen behandelt werden. Größere Frakturen eines Zahnes dagegen benötigen sofortige zahnärztliche Behandlung, da der Zahn durch einen freiliegenden Zahnnerv oft sehr schmerzempfindlich ist.

Lippen oder Zungenbiss
Schnell ist es passiert: Ein Biss auf die empfindliche Haut der Lippen oder auf die Zunge ist sehr schmerzhaft und blutet oft stark. Üben Sie mit einem sauberen Stück Stoff Druck auf die verletzte Stelle aus, um das Blut zu stoppen. Wenn sich eine Schwellung bildet, helfen kalte Kompressen. Falls die Blutung anhält und sich nicht stillen lässt, sollten sie sich an die Notfallambulanz eines Krankenhauses wenden.

 
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