
Was ist eigentlich die Schönheit im Land? Nein, kein Schreibfehler. Schauen Sie sich doch mal einen Massaikrieger an. Wenn jeder Zentimeter Haut eine ockerfarbene Bemalung aufweist, werden die Massaidamen schwach, denn das ist für dieses Volk der Inbegriff von Schönheit. Die Ureinwohner Neuseelands hingegen lieben dramatische Tätowierungen. Die Padaung, die in Myamar beheimatet sind, sind bekannt für die Giraffenhälse ihrer Frauen. Bereits als Kinder erhalten die Frauen die ersten Halsringe, im Erwachsenenalter tragen viele Frauen Halsringe mit einer Gesamtlänge von 30 Zentimetern. Darauf verzichten können sie dann nie wieder, denn die Ringe "tragen" den künstlich verlängerten Hals. Auch wenn sich diese Schönheitsideale in der westlichen Welt nicht haben durchsetzen können, was die Körperpflege betrifft, sind wir alle Global Player:
Olive – die biblische Frucht
Zahlreiche Mythen und Geschichten ranken sich um den Olivenbaum. Schon in der Bibel findet der "Ölbaum" immer wieder Erwähnung. Neben vielen anderen Anwendungsmöglichkeiten, wurde die Olive auch immer zur Pflege von Haut und Haaren genutzt. Olivenöl besteht zu 85 Prozent aus essenziellen Fettsäuren und die ebenfalls enthaltene Linolsäure, hilft der Haut eine natürliche Schutzbarriere aufzubauen. Diese soll sowohl vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen und die Haut vor dem Austrocknen bewahren. Kein Wunder, dass die im östlichen Mittelmeerraum beheimatete Olive sich zum weltweiten Pflegehit entwickelt hat.
Shea Butter – reichhaltige Pflege aus Afrika
Der Shea-Nuss-Baum gedeiht im extremen Klima der westafrikanischen Savannen. Die Kerne seiner Früchte werden zu einer reichhaltigen Butter verarbeitet. Dank ihrer wertvollen Fettsäuren, besitzt diese cremig-schokoladig duftende Butter eine ganze Reihe an heilenden Eigenschaften. In Afrika wird Shea Butter deshalb traditionell zur Hautpflege genutzt, aber auch bei Rheuma, Muskel- und Gelenkschmerzen eingesetzt. Außerdem schwören afrikanische Frauen auf Shea Butter, wenn es darum geht, Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen oder bestehende Streifen zu mildern. Sogar Altersfältchen soll sie glätten können. Eine Fußmassage mit Shea Butter ist ein Erlebnis für alle Sinne – unbedingt ausprobieren!
Kokos – das Karibikfeeling für zuhause
Mmh, wie das duftet! Lotions, Shampoos und Seifen mit Kokos zaubern einen Hauch von Südsee ins Badezimmer. Nicht nur das: Kokosmilch und Kokosöl sind bei den in den Tropen lebenden Naturvölkern seit Tausenden von Jahren als natürliche Mittel zur Haut- und Haarpflege bekannt. Die himmlisch duftende und besonders fetthaltige Kokosmilch pflegt auch sehr trockene Haut schön weich und zart. Gewonnen wird sie, indem das Fruchtfleisch mit heißem Wasser püriert und die Mischung dann durch ein Tuch gepresst wird. Kokosmilch enthält außerdem eine Extraportion Feuchtigkeit, was für einen strahlenden Teint sorgt und auf sonnengestresster Haut angenehm kühlt und erfrischt. Das deutlich intensiver duftende Kokosöl ist zudem ein Geheimtipp bei strapaziertem Haar.
Aloe vera – die Wüstenschönheit
Die Aloe vera, auch als Wüstenlilie bekannt, wurde schon vor zweitausend Jahren als Heilmittel verwendet. Obwohl sie in der Optik eher einem Kaktus gleicht, gehört sie zur Gattung der Liliengewächse. Der Saft – eigentlich ein Gel – der Aloe Vera ist DIE die Allzweckwaffe in der Pflege. Der in den Wüsten der Welt beheimateten Pflanze werden sowohl beruhigende und pflegende Eigenschaften zugesprochen. Die wichtigste Eigenschaft ist jedoch, dass die Aloe Vera viel Feuchtigkeit spendet.
Moderne Produkte synthetisieren die Eigenschaften vieler Pflanzen bzw. nutzen diese nur noch in sehr geringen Mengen.