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Von systematischer Parodontalbehandlung bis zu Zahnfleischchirurgie — Was sollten Sie wissen?

Artikelübersicht:
Das Institut der Deutschen Zahnärzte weist darauf hin, dass 70 - 90 Prozent aller Erwachsenen ab 35 Jahren in Deutschland an einer Entzündung des Zahnhalteapparates leiden, die als Parodontitis bezeichnet wird.

Parodontitis ist ein Entzündungsprozess im Zahnhaltegewebe, als Reaktion auf einen permanenten Angriff von schädlichen Bakterien im Zahnbelag in Verbindung mit Risikofaktoren (z.B. Rauchen, Allgemeinerkrankungen wie Diabetes, erblichen Faktoren oder unzureichende Mundhygiene), die die Abwehrreaktion des Immunsystems auf diesen Angriff überschießen lassen. Parodontitis führt zu Knochenschwund im Kiefer und kann zu Zahnverlust führen. Informieren Sie sich hier, was bei einer Parodontalbehandlung geschieht und wie Sie ein Fortschreiten einer schon bestehenden Parodontitis vorbeugen können.

Von systematischer Parodontalbehandlung bis zu Zahnfleischchirurgie — Was sollten Sie wissen?
Ihr Zahnarzt hat bei Ihnen eine Parodontitis festgestellt, die dringend behandelt werden muss. In manchen Fällen kann es notwendig sein, dass die Behandlung von einem Parodontologen durchgeführt, der schwere Formen der Parodontitis behandelt. Parodontitis ist eine bakterielle Infektion des Zahnfleisches, die zu Entzündung, Rötung und Anschwellen des Zahnfleisches sowie zu Zahnfleischtaschenbildung und Knochenverlust im Kiefer führt. Sie kann einen Zahn befallen oder auch mehrere gleichzeitig. In Deutschland sind mindestens 70 % aller Erwachsenen ab 35 Jahren betroffen, wobei etwa 8 Millionen Bundesbürger an einer schweren Form der Parodontitis erkrankt sind. (1)

Wie kommt es, dass ich Parodontitis habe?
Auslöser einer Parodontitis sind Bakterien im Zahnbelag, die einen Biofilm bilden, der Plaque genannt wird. Einige dieser Plaquebakterien sind sehr aggressiv und führen zu einer Entzündung des Zahnfleisches (Gingiva), was zu Gingivitis, einem Frühstadium der Zahnfleischerkrankung führt. Durch Zähneputzen (2 x pro Tag) mit antibakterieller Zahnpasta, sowie den täglichen Gebrauch von Zahnseide und/oder Zahnzwischenraumbürsten kann eine Gingivitis verhindert und eine bestehende Gingivitis geheilt werden. Wird diese frühe Form der Entzündung nicht ausreichend behandelt, und unter Einwirkung von bestimmten Risikofaktoren, kann die Entzündung in tiefere Gewebeschichten des Zahnhalteapparates fortschreiten. Dann spricht man von einer Zahnbettentzündung oder Parodontitis.
Eine Zahnfleischtasche bildet sich durch die ansteigende Ansammlung von Plaque-Bakterien aus dem Biofilm, die dann unter den Zahnfleischsaum wandern. In diesem Stadium lässt sich der Zahnbelag mit häuslicher Mundpflege nicht mehr effektiv entfernen. Wenn keine Behandlung in der Zahnarztpraxis beginnt, breitet sich der Biofilm weiter unter dem Zahnfleisch aus und es kommt zu Entzündungen in den Taschen. Die Bakterien in der Plaque geben Nebenprodukte ab, die die angrenzenden Bindegewebe und den Kieferknochen befallen und zur weiteren Gewebezerstörung in der Tasche führen. Die Zähne lockern sich, die Zahnstellung kann sich verändern, Betroffene haben z.B. spontanes Zahnfleischbluten oder permanenter Mundgeruch, der auch nach dem Zähneputzen nicht mehr weggeht. Oft tritt auch Eiteraustritt aus den Zahnfleischtaschen aus. Die ersten Schritte der zahnärztlichen Behandlung sind die professionelle Beseitigung der Zahnbeläge aus den tiefen Zahnfleischtaschen und eine Glättung der Zahnwurzeloberflächen. Diese Schritte werden als Scaling und Wurzelglätten bezeichnet. Abhängig von der Anzahl der Betroffenen Zähne kann für die Behandlungen mehrere Sitzungen notwendig sein.
Durch eine wesentlich verbesserte häusliche Mundhygiene wird der Erfolg der zahnärztlichen Therapie unterstützt.

Alle konventionellen parodontal therapeutischen Maßnahmen können im besten Fall zu einer Wiederherstellung der entzündungsfreien Situation am Zahnhalteapparat und in den Taschen führen, ohne jedoch die durch die Erkrankung verloren gegangenen Strukturen wiederherzustellen. Als Erfolg wird daher bei der konventionellen Parodontitis-Therapie meist eine Reduktion der Zahnfleischtaschentiefen angesehen. In den Fällen, wenn die Zahnfleischtaschen auch nach der professionellen Behandlung noch so tief sind, dass eine Plaquekontrolle durch häusliche Mundhygienemaßnahmen nicht gewährleitet werden kann, kann daher ein chirurgischer Eingriff notwendig werden.

Formen der Zahnfleischchirurgie

1. Offene Kürettage – Bei Taschen von mehr als 5 mm Tiefe, also dann wenn die professionelle Reinigung der Zahnfleischtaschen nicht zu einer ausreichenden Entfernung aller Bakterieller Beläge führt, wird diese Form der offenen chirurgischen Behandlung gewählt, um die Tiefe der Zahnfleischtaschen zu verkleinern. Beim Eingriff wird das Zahnfleisch von der Zahnwurzeloberfläche gelöst, um anschließend mit Hilfe einer Ultraschallkürette und Handinstrumenten eine gründliche, tiefe Reinigung der Taschen vorzunehmen, bei der Zahnstein, Plaque und Biofilm unter Sicht komplett entfernt werden.

2. Gingivektomie – Bei diesem Eingriff wird ein Teil der Zahnfleisches (Gingiva) entfernt, um Zahnfleischtaschen abzuflachen. Dies geschieht mittels Skalpell oder mit einem Laser unter örtlicher Betäubung. Am Ende steht eine flache Zahnfleischtasche, die mit Hilfe einer Zahnbürste leicht gereinigt werden kann.

3. Gingivoplastik – Diese Maßnahme ist ein ästhetischer chirurgischer Eingriff, bei dem gesundes Gewebe transplantiert und an den Zahn und die Zahnzwischenräume angepasst wird. Das Ziel bei der Gingivoplastik ist die Schaffung eines flachen Überganges der Gingivakontur am Zahn, um die natürliche, anatomisch korrekte Form der Gingiva wiederherzustellen.

Darüber hinaus gibt es operative Maßnahmen bei der die Regeneration der Parodontalen Strukturen im Vordergrund stehen. Dies bedeutet eine strukturelle und funktionelle Wiederherstellung bzw. Neubildung von verloren gegangenem Zahnhalteapparat einschließlich des Kieferknochens.

Welche Form der Parodontaltherapie auch immer notwendig ist, das Ergebnis der Behandlung kann nur langfristig erhalten werden, wenn es der Patient dauerhaft mit den empfohlenen häuslichen Mundhygienemaßnahmen erst nimmt. D.h. richtige und gründliche Reinigung der Zähne und des Zahnfleisches mit der Zahnbürste und antimikrobieller, fluoridhaltiger Zahnpasta, Zahnseide und gegebenenfalls antibakterieller Mundspülung . Bitte lassen Sie sich von professioneller Seite erklären, wie Sie Ihr Zahnfleisch und Ihre Zähne nach erfolgreicher Parodontalbehandlung gesund erhalten können.

Quellenverweis:
1. Daten von der Website
www.nim.nih.gov/medlineplus/gumdisease.html.

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